Es ist wie bei dem legendären Glücksspiel mit der „großen Chance“: Und zwar ganz realistisch und die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Energiekosten in Österreich sind zu hoch und man weiß eine lange Reihe von Faktoren, wie es billiger werden könnte.
Insgesamt, so das Wirtschaftsministerium in einer Zusammenfassung, könnte man ein Potenzial von 4,1 Milliarden Euro „heben“.
Wie dieses Preiswunder Realität werden kann? Indem die zahlreichen Ineffizienzen, Zuständigkeits-Diskussionen, unterschiedliche Standards und viele politische Blockaden, die alles verzögern und verteuern, ersetzt werden durch klare Strukturen und Kompetenzen.
Ja, mehr als ein Drittel der Stromkosten entfällt auf die Netzgebühren. Und alles findet in einem Energie-Minimundus statt: 120 Stromnetzgesellschaften teilen sich einen Markt in unserem kleinen Land. (In Wahrheit beherrschen die größten neun Anbieter 90 Prozent des Marktes).
Was dieses Mal Hoffnung gibt: Man weiß, wo man die Effizienz verbessern kann, wie geordnet investiert werden soll, und allein eine kluge Digitalisierung würde einen Riesenschritt Richtung Vernunft bedeuten.
Und im Windschatten der Ereignisse könnte noch etwas passieren: Dass künftig bei Energieprojekten keine Zwei-Drittel-Mehrheiten mehr politisch notwendig sein sollte. Dann könnte alles schneller und billiger gehen.
Mal schauen, wer da wirklich auf Draht ist …
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