Eine anonyme Beschwerde stellt die Arbeit der Überwachungsorgane in Gänserndorf (NÖ) infrage. Sie sollen beim Ausstellen von Strafzetteln mit zweierlei Maß messen.
Eineinhalb Stunden lang darf man in der Bahnstraße in Gänserndorf gebührenfrei parken. Wer dort einkaufen will, kommt damit meist gut aus. Wer hingegen dort arbeitet, muss sich eigentlich einen Stellplatz außerhalb der Kurzparkzone suchen.
Fotos als Beweise
Genau daran scheiden sich nun die Geister. Denn eine anonyme Beschwerde erhebt schwere Vorwürfe gegen die Überwachungsorgane. Sie sollen – so die Kritik – mit zweierlei Maß messen. Während manche Autolenker bei einem Verstoß sofort einen Strafzettel bekämen, dürften sich andere mehr erlauben. So soll eine Mitarbeiterin eines Geschäfts ihre Parkuhr regelmäßig nachstellen, ohne dafür belangt zu werden. Außerdem behauptet der Verfasser, ein Überwachungsorgan werde dafür regelmäßig auf einen Kaffee eingeladen. Mit Fotos, die auch der „Krone“ vorliegen, will er seine Vorwürfe untermauern.
„Nicht sehr seriös“
Auch im Rathaus kennt man die Fotos und die Kritik an den Gemeindemitarbeitern, die die Kurzparkzone kontrollieren. Die Vorwürfe bezeichnet man dort jedoch als „nicht sehr seriös“. Dennoch seien sie in der Fachabteilung besprochen worden. „Die darin enthaltenen Hinweise wurden geprüft und zum Anlass genommen, die geltenden Abläufe sowie die ordnungsgemäße Durchführung der Parkraumüberwachung zu thematisieren“, heißt es. Zudem seien die Mitarbeiter auf eine objektive und gleichmäßige Kontrolle aller Verkehrsteilnehmer hingewiesen worden.
Dem betroffenen Firmenchef war die Kritik hingegen neu. „Den Parkwächter kennen wir aber natürlich, er ist Kunde bei uns“, betont er.
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