Mit WM-Beginn hielt er bei 20.000, inzwischen sind‘s fast 20 Millionen. Insta-Follower. Die Rede ist von Vozinha, dem 40-jährigen (tragischen) WM-Helden von Kap Verde.
Das muss man sich auch einmal trauen. In der 20. Minute reibt Vozinha auf, zieht den Haken zurück – und lässt Argentiniens Offensiv-Gigant Lautaro Martinez geschmeidig ins Leere sausen. Und das an der Fünf-Meter-Grenze. Scheint, als wäre der Kap-Verde-Goalie voll mit Selbstvertrauen. Und das mit gutem Grund. Seine Super-Leistung in der ersten WM-Partie gegen Spanien (0:0) ließ seinen Bekanntheitsgrad explodieren und zum nationalen Helden mutieren.
Allein die Spanien-Partie beschwerte ihm innerhalb kürzester Zeit einen Millionen-Zuwachs. Etwa 24 Stunden nach Schlusspfiff hielt Vozinha schon bei 1,6 Millionen Follower. In dieser Tonart geht‘s seither weiter. Drei Wochen später kratzt der 40-Jährige an der 20-Millionen-Marke.
Auch Messi scheitert
Auch wenn Kap Verde in der Nacht auf Samstag die WM-Segel streichen mussten – Vozinha ließ wieder ein paar Mal seine Klasse aufblitzen. Etwa in der 62. Minute, als er den allein auf ihn zustürmenden Lionel Messi abblitzen ließ und das zwischenzeitliche 2:1 für Argentinien verhinderte. Oder als er kurz darauf einen tückischen Freistoß-Ball, ebenfalls abgegeben von Messi, aus dem „Kreuz“ fischte, obwohl er kurz vorher noch die Mauer eingerichtet hatte und gar nicht mitbekommen hatte, dass der Ball freigegeben war.
Just in der Verlängerung sah Vozinha dann nicht hundertprozentig gut aus. Beim Gegentor zum 1:2 ging der Ball in „sein“ Goalie-Eck.
Trotzdem lässt die Performance von Kap Verde, illustriert von jener von Vozinha, die ganze Fußballwelt staunen. Die Gruppe mit Spanien, Saudi Arabien, Uruguay überstanden und Weltmeister Argentinien alles abverlangt – das schindet Eindruck. Und wird die Follower-Zahl von Vozinha weiter steigen lassen.
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