So, 19. August 2018

Bereits 2.800 Tote

23.09.2014 06:56

WHO: Über 20.000 Ebola-Infizierte bis November

Die Zahl der Ebola-Infizierten in Westafrika wird laut der Weltgesundheitsorganisation bis Anfang November auf mehr als 20.000 ansteigen. Das gehe aus einer aktuellen Untersuchung hervor, teilte die WHO am Dienstag mit. Die Organisation hat seit dem Ausbruch der Seuche im vergangenen Dezember bis zum 18. September 5.762 Ebola-Patienten registriert, 2.793 davon sind gestorben. Die Dunkelziffer dürfte jedoch wesentlich höher sein.

In der nunmehrigen Studie, die am Dienstag im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurde, gewannen die Wissenschaftler auch Erkenntnisse darüber, wie viele Erkrankte an dem Virus sterben. "Die Analyse zeigt, dass bis zum 14. September 70,8 Prozent der Patienten mit eindeutigen Befunden gestorben sind", sagte Christopher Dye, WHO-Strategiedirektor und Co-Autor der Untersuchung. Niedriger habe die Rate der Todesfälle gelegen, wenn man nur die Patienten in Krankenhäusern betrachte. Dies stütze die Annahme, dass die schnelle Behandlung von Patienten einen Unterschied mache.

Männer und Frauen gleichermaßen betroffen
Widerlegen konnten die Forscher die Vermutung, dass sich Frauen öfter mit der Krankheit infizieren, etwa weil sie mehr mit der Pflege von Kranken befasst sind. "Es mag Unterschiede in einigen Teilen der Gesellschaft geben, aber als wir die Daten gebündelt betrachtet haben, konnten wir sehen, dass die Verteilung der Infektionen annähernd bei 50-50 liegt", sagte Dye.

Die weite Verbreitung der Krankheit liegt nach Ansicht der Forscher nicht primär an der biologischen Beschaffenheit des Virus. Stattdessen seien dafür die engen und grenzüberschreitenden Beziehungen der Menschen in den am härtesten betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone sowie der schlechte Zustand der Gesundheitssysteme verantwortlich. Dagegen sei es in Nigeria, wo das Gesundheitssystem robuster sei, bisher gelungen, die Krankheit weitgehend unter Kontrolle zu halten.

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