Am Klinikum Krems

Hände in den allerbesten Händen

Niederösterreich
03.07.2026 09:30

Kraft seiner österreichweit einzigartigen ärztlichen Kunst schenkte Oberarzt Martin Zegner vom Landesklinikum Krems einer Ex-Heurigenwirtin aus Krustetten wieder Fingerfertigkeit.

Lange Zeit glaubte sie, nie wieder schmerzfrei zupacken zu können. Denn für Gerda Teufl war jeder Handgriff zur Qual geworden – vom Öffnen einer Flasche bis zum einfachen Festhalten einer Kaffeetasse. Doch im Universitätsklinikum Krems bekam sie ihre Lebensqualität Stück für Stück und Finger für Finger zurück.

Für das 76-jährige Original waren ihre Hände jahrzehntelang das wichtigste Werkzeug. Als Heurigenwirtin wurde gekocht, serviert und angepackt – bis Schmerzen jede Bewegung zur Belastung machten. Daumensattelgelenksarthrose, Rheuma in den Fingergelenken und ein Karpaltunnelsyndrom raubten ihr nach und nach die Fingerfertigkeit – und auch die Lebensfreude.

Entscheidende medizinische Wende
Die entscheidende medizinische Wende brachte Oberarzt Dr. Martin Zegner vom Universitätsklinikum Krems. Mit mehreren diffizilen handchirurgischen Eingriffen – darunter einer modernen Prothese und der Geradestellung der Finger mittels Schrauben – schenkte er der rüstigen Niederösterreicherin ihre Beweglichkeit zurück. Erst diese Woche wurde in der Spezialklinik bereits die 100. derartige Operation durchgeführt – ein Meilenstein für das Team.

Schmerzen waren enorm
„Ich hatte solche Schmerzen und nie gedacht, dass ich meine Hände noch einmal so gut einsetzen kann. Heute kann ich wieder Dinge tun, die für andere selbstverständlich sind. Das bedeutet für mich ein großes Stück Freiheit und Lebensqualität“, erzählt Gerda Teufl sichtlich bewegt. Für Dr. Martin Zegner aus dem Team des Tumororthopäden Dr. Dietmar Dammerer – auch er eine Koryphäe – sind genau solche Momente der schönste Lohn: „Unsere Hände bestimmen den Alltag wie kaum ein anderes Körperteil. Wenn wir Menschen durch moderne Handchirurgie Schmerzen nehmen und ihnen ihre Selbstständigkeit zurückgeben können, ist das jedes Mal etwas Besonderes.“

Ein Stück des Lebens zurückerhalten
Im Krems wird heute nahezu das gesamte Spektrum der Handchirurgie angeboten. Zegner: „Meine kleinsten Patienten sind gerade einmal zwei Jahre alt, die ältesten fast 100!“ Was in Krems nicht gemacht wird, sind ganze Handreplantationen. Für Patientinnen und Patienten wie Gerda Teufl zählt am Ende aber vor allem eines: Dass sie wieder beherzt zugreifen können – und damit ein Stück ihres Lebens zurückbekommen.

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