Der ORF steht vor schmerzhaften Einsparungen: 50 Prozent des Programmbudgets sollen zusammengestrichen werden. Die Belegschaft von ORF III warnt vor einem Kahlschlag bei beliebten Sendungen und appelliert an die Führung.
Sendungen wie „Land der Berge“, „Runde der ChefredakteurInnen“ und Opern im Hauptabend können dem Sparkurs zum Opfer fallen, warnt die Belegschaft in einem offenen Brief an Generaldirektorin Ingrid Thurnher und den designierten Generaldirektor Clemens Pig. Die Mitarbeiter appellieren, die Einsparungspläne zu überdenken.
„Entbehrt wirtschaftlicher Logik“
Eine Halbierung des Programmbudgets sei nicht nur „beispiellos“, sondern würde angesichts vergleichsweise niedriger Produktionskosten und Gehälter bei ORF III „jeder wirtschaftlichen Logik“ entbehren, schreiben Betriebsratsvorsitzende Emily Erhold und ihre Mitunterzeichner.
Sie geben zu bedenken, dass 15-jährige Aufbauarbeit, die Ingrid Thurnher selbst als mehrjährige ORF-III-Chefredakteurin mitgetragen habe, durch die Sparpläne „zunichtegemacht“ würde. Viele Mitarbeiter müssen um ihren Arbeitsplatz zittern. Diese seien „zutiefst“ verunsichert.
„Müssen Beitrag leisten“
Die Belegschaft betont in ihrem offenen Brief, dass „auch ORF III einen Beitrag zu den Sparvorgaben leisten“ müsse. Man wehre sich aber entschieden, dass Sendungen und Arbeitsplätze einer „unverhältnismäßigen und unternehmensschädigenden Sparpolitik geopfert“ werden sollten.
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