Fällt Westring?

Fluchtweg aus Stauhölle wackelt

Die klamme Asfinag musste den zugesagten Baubeginn für den Wiener Umfahrungsring um ein Jahr verschieben: „2009 kann´s auch keinen Spatenstich für den Westring geben“, befürchtet deshalb Planungsstadtrat Klaus Luger, dass sich der Bau des einzigen Fluchtwegs aus der Stauhölle weiter verzögern und verteuern wird.

 „Auch wenn sich die Asfinag das Wiener 3,2-Milliarden-Projekt und unsere Linzer 600-Millionen-Baustelle gleichzeitig leisten könnten, wird´s irrsinnig schwierig, den Zeitplan einzuhalten“, rechnet nun der Rote den schwarz-orangen-Bauherrn vor: „2007 beginnt erst die Umweltverträglichkeitsprüfung, die frühestens nach zwei Jahren fertig sein wird - 2009 muss dann noch umgeplant und ausgeschrieben werden…“

Aber auch finanziell sei die Asfinag hoffnungslos überfordert, wenn sie keine höheren Mauteinnahmen bekommt: 6,9 Milliarden sollten laut Generalverkehrsplan 2002 in ganz Österreich verbaut werden - jetzt sollen´s schon zwölf Milliarden Maut- und Steuereuro sein. Dazu kommen noch, wie exklusiv berichtet, extra Milliardenkosten für die Tunnelsicherheit.

„Wir werden nicht vorgezogen werden, sondern eher noch einmal zurückgereiht“, unkt Luger im Hinblick auf ein Hintertürl in der Absichtserklärung, die Vizekanzler Hubert Gorbach, Asfinag-Chef Franz Lückler, Landeshauptmann Josef Pühringer, Bürgermeister Franz Dobusch und Landesbaureferent Franz Hiesl am 25. November 05 in Linz unterschrieben haben: „Die Umsetzung des Projektes wird nach Maßgabe der Finanzierbarkeit außer Streit gestellt“, heißt es.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 25. Juni 2021
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