Nur in den seltensten Fällen sind schulische Einrichtungen in Tirol mit Klimaanlagen oder kontrollierter Wohnraumlüftung ausgerüstet. Die AHS-Gewerkschaft spricht von Versäumnissen und unterstützt die Forderungen von Schülern in Form einer Petition im Landtag.
Immer mehr Hitzetage an den Schulen, da würden Klimaanlagen als Lösung auf der Hand liegen. Die „Krone“ fragte im Büro von Bildungs-LR Cornelia Hagele (ÖVP) nach, wie viele Schulen in Tirol mit Klimaanlagen ausgerüstet sind: „Im Bereich der Tiroler Mittleren und Höheren Schulen, für die der Bund als Schulerhalter zuständig ist, gibt es keine Klimaanlagen“, heißt es. Für den Bereich der Pflichtschulen – hier sind die Gemeinden Schulerhalter – sehe es vermutlich ähnlich aus.
Bis heute fehlten seitens der Schulbehörden wirksame Lösungen.
Matthias Hofer, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft Tirol
Gefordert, aber seit Jahren nicht umgesetzt
Die Bildungsdirektion hatte die Frage „Hitzefrei oder nicht“ – wie berichtet – an die einzelnen Schulen ausgelagert. Ein Umstand, den die AHS-Lehrergewerkschaft kritisiert: „Die aktuellen Informationen der Bildungsdirektion zum Umgang mit Hitzephasen bleiben vage und unkonkret. Die Verantwortung dabei allein auf Schulen und Lehrpersonen abzuwälzen, ist nicht akzeptabel – insbesondere, da zentrale Maßnahmen wie bessere Wärmedämmung, Beschattung oder Photovoltaik zur Klimatisierung seit Jahren eingefordert, aber nicht umgesetzt wurden“, stellt Matthias Hofer, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft Tirol, fest. Bis heute fehlten seitens der Schulbehörden wirksame Lösungen.
„Unterstützen ausdrücklich die Forderungen“
Die Lehrergewerkschaft unterstütze deshalb die Petition von drei Schülerinnen im Landtag – die „Krone“ berichtete – und schlägt selbst „klare Regeln“ vor: Ab der ersten Einheit soll in jeder Stunde die Raumtemperatur gemessen werden. Liege diese bereits zu Beginn über 25 Grad, soll der Unterricht spätestens nach der vierten Einheit enden. Werde die 30-Grad-Marke während der ersten vier Stunden überschritten, ende der Unterricht nach der laufenden Stunde. Überschreite die Temperatur bereits zu Beginn 30 Grad, sei der Klassenraum für diesen Tag zu sperren. Und: „Betrifft dies alle Klassenräume, ist der Schulbetrieb einzustellen – Hitzefrei.“
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