Zum 10. Todestag

Bud Spencer: Eine echte Faustwatschn lebt ewig

Unterhaltung
27.06.2026 05:00

Heute, am 27. Juni, betrauern wir den bereits zehnten Todestag des großen Bud Spencer. Die Filme des als Carlo Pedersoli geborenen Ex-Olympiateilnehmers im Schwimmen begeistern auch nach Jahrzehnten ungebrochen die Massen. Seine fortwährende Popularität ist auch ein Mahnmal einer zerrütteten Gegenwart.

Filme, die 50 Jahre nach ihrem Entstehen noch dauerhaft gezeigt werden und für respektable Quoten sorgen, sind an einer Hand abzählbar – jene des unvergessenen Bud Spencer gehören jedenfalls dazu. Dafür sorgt vor allem der deutsche Privatsender Kabel Eins, der die Kultfilme in schöner Regelmäßigkeit zu Ostern und Weihnachten ins Programm hebt und damit ganze Familien erfreut.

Manchmal alleine, meist aber mit seinem kongenialen Partner Terence Hill, watschte er sich, vor allem in der Hochzeit zwischen 1970 und 1985, gegen unterschiedliche Bösewichte durch den Wilden Westen, italienische Städte, südamerikanische Inseln und Metropolen in den USA. Wichtigste Prämissen: Es wird kein Blut vergossen und der Schmäh muss laufen. Die ungemeine Popularität verdankte Spencer nicht zuletzt der deutschen Synchronisation, die mit einer ganz eigenen Art von plattem Holzhammerhumor Generationen von Menschen bis in die Gegenwart hinein begeistert.

Bud Spencer starb heute, vor zehn Jahren, in seiner Wahlheimat Rom im Alter von 86 Jahren – und ...
Bud Spencer starb heute, vor zehn Jahren, in seiner Wahlheimat Rom im Alter von 86 Jahren – und ist bis heute unvergessen.(Bild: AP/APA/dpa)

Sprüche wie „Hat dir eigentlich schon einmal einer mit einem Vorschlaghammer den Scheitel gezogen?“ oder „Luzifer? Klingt wie ein besoffener Profi aus Schweden“ beweisen in so manch humorigen Freundesrunden bis heute ihre Alltagstauglichkeit. In Zeiten der zunehmenden Verunsicherung bieten Spencers Filme mit ihrer Mischung aus positiv verklärter Nostalgie und inhaltlicher Harmlosigkeit einen Schutzraum gegen die harsche Realität.

Spencer selbst, geboren in Neapel als Carlo Pedersoli, war aber nicht nur Austeiler von Faustwatschn, sondern im echten Leben auch Olympia-Teilnehmer als Schwimmer, Jura- und Chemie-Student, Gründer einer Fluggesellschaft und liebender Familienvater. Vor exakt zehn Jahren verstarb er im Alter von 86 Jahren – eine Gedenkstätte am Friedhof Rom wurde zur Pilgerstätte für Fans aus aller Herren Länder. In der deutschsprachigen Popkultur bleibt er unsterblich.

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