31.01.2006 16:54 |

Arcade-Racer

Ridge Racer 6

Hier gibt es keine komplizierten Missionen und Tuning-Schnickschnack. Hier geht es nur um fahrerisches Können. Heulende Motoren, quietschende Reifen, atemberaubende Geschwindigkeiten und jede Menge Drifts: Der Spielhallen-Spaß "Ridge Racer 6" geht in die nächste Runde.

1993 drängte Namco mit seinem Arcade-Flitzer "Ridge Racer" in die Spielhallen dieser Welt. 13 Jahre und etliche Nachfolger später präsentiert sich "Ridge Racer 6" in Hochglanzoptik auf der Xbox 360. Dem alten Spiel-Prinzip ist man hingegen treu geblieben und legt den Schwerpunkt noch immer rein auf das fahrerische Können.

Davon braucht der Spieler jede Menge, gilt es bei "Ridge Racer" doch so kunstvoll wie möglich um die Kurven zu driften. Das Driften selbst geht schnell von der Hand, danach die Spur wieder zu finden ist schon schwieriger. Wer jedoch ein wenig übt, der hat den Bogen schnell raus und kann mit quietschenden Reifen um die Kurve schießen.

Neu hinzugekommen ist ein Nitro-Boost, mit dem sich der Geschwindigkeitsrausch noch zusätzlich steigern lässt. Durch spektakuläre Drifts laden sich die bis zu drei Nitro-Tanks wieder auf. Doch aufgepasst: Nicht jedes Rennen unterstützt die Power-Einspritzung, wodurch die Level schwieriger werden.

Bei den unterschiedlichen Spiel-Modi konzentriert man sich auf das Wesentliche: Rennen. "Neumodische" Radarfallen-Rennen oder bestimmte Missionen gibt es nicht. Wer als erster über die Ziellinie fährt, der hat gewonnen. So einfach. Der Spieler kann dies entweder alleine oder zu zweit vor einem Bildschirm spielen oder via XboxLive gegen die ganze Welt antreten.

Hinter dem Titel "Welterforschung" verbirgt sich der komplexeste Spiel-Modus. Hier gilt es in mehr als 200 Rennen über 130 neue Autos freizuschalten. Zu diesem Zweck wählt der Spieler über eine Übersichtskarte schon zu Beginn die zu befahrenden Strecken und spielt dann einen Wegpunkt nach dem anderen. Für in Wegpunkten "eingeschlossene" Flächen gibt es dann Extras, wie Autos oder neue Modi, als Belohnung.

Grafisch ist "Ridge Racer 6" ein echter Augenschmaus. Vor allem die auf Hochglanz polierten Boliden und die liebevoll gestalteten und unterschiedlichen Landschaften sind echte Hingucker. Hinzu kommt eine traumhafte Weitsicht. Allerdings wirkt das ganze Setting auf Dauer ein wenig steril und nicht ganz so detailreich wie zum Beispiel bei "PGR 3" oder "NFS Most Wanted".

Beim Sound hat man sich nicht ganz so viel Mühe gegeben: Gerade die Motoren klingen ein wenig lasch und auch Umgebungs-Geräusche sucht man vergebens. Viel zu oft hört man hingegen einen sehr schnell sehr nervig wirkenden Sprecher, der wirklich zu jeder Situation seinen Senf abgeben muss. Der Soundtrack kann sich dann aber wieder hören lassen und passt mit flotten Dance- und Drum'n'Bass-Beats perfekt zum Renngeschehen.

Fazit: "Ridge Racer 6" ist ein Arcade-Racer der alten Schule und bietet den gewohnt unkomplizierten Fahrspaß. Wer sich einmal an das Driften und die ungewöhnliche Fahrphysik der Autos gewöhnt hat, der wird so schnell nicht mehr davon loskommen.

Plattform: Xbox 360
Publisher: EA
Krone.at-Wertung: 81%

von Sebastian Räuchle

Dienstag, 15. Juni 2021
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