Im Pulkautal in NÖ wird der Kampf gegen den Bau von Windkraft-Anlagen seit der Energiekrise schwieriger. Doch angesiedelte Kaiseradler kommen mit dem erneuerbaren Energieträger nicht klar.
„Diana“ wird sie liebevoll genannt: Jene Kaiseradlerin, die in ihrem Horst im Pulkautal auch heuer wieder drei Jungvögel ausgebrütet hat. Dem von „Birdlife“ aufgrund der Relevanz für den Artenschutz sogar besenderten Altvogel droht jetzt aber Gefahr. Und zwar in der Luft: Denn es sollen (vorerst) fünf Windräder am Rande des „Locatelli-Waldes“ errichtet werden.
Das besondere Risiko: Der Adlerhorst liegt innerhalb von kaum 100 Metern zu einer der geplanten Windrad-Anlagen. Die Bürgerinitiative hatte daher in der Verhandlung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung auch Schützenhilfe durch den niederösterreichischen Umweltanwalt, der auf das hohe Risiko für „Diana“ hinwies.
Initiative kämpft seit 20 Jahren
Ebenso wie auf die Wichtigkeit des Habitats, das laut Ornithologen Schwarzstörche, Rotmilane und Seeadler beheimatet. 20 Jahre kämpft die Initiative nun gegen Windräder, die jedoch bereits weit mehr als 200 Meter hoch sind. „Früher zählte der Landschaftsschutz, mittlerweile sollen auch Umwelt- und Artenschutzauflagen aufgeweicht werden“, bringt man das Hauptproblem auf den Punkt. Der Fall kommt im Juli zum Bundesverwaltungsgerichtshof.
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