Fokus Windkraftkritik

„Die Sekten-Stelle soll lieber Islamisten prüfen“

Niederösterreich
21.06.2026 13:00

Nach einem „Krone“-Artikel zeigt sich FPÖ-Energiesprecher Dieter Dorner schockiert, dass Windkraftgegner bei der Bundesstelle für Sekten aufschlagen. Ein Auge solle man auf extremistische Ideologien werfen.

„Die Sekten-Bundesstelle soll den radikalen Islam und nicht Windkraftkritiker verfolgen!“, meldet sich der blaue Energiesprecher Dieter Dorner nun zu Wort. Er stellt sich damit auch hinter den „Wanderstammtisch“, der in Niederösterreichs Gemeinden fast wöchentlich über Windkraft informiert.

Bei der Bundesstelle für Sektenfragen im ersten Wiener Gemeindebezirk sind Windkraftkritiker im vergangenen Jahr auch aufgefallen, was auf Nachfrage bestätigt wird. Besorgt ist man dabei – ähnlich wie bei den Kritikern von Corona-Maßnahmen –, dass die Einstellungen in eine Weltuntergangs-Richtung umschlagen. „Das kann innerhalb von Bekanntenkreisen Auswirkungen haben.“

Auch während der Pandemie bekam die Stelle viele Anrufe von besorgten Familienmitgliedern,deren Angehörige sich „in Telegramgruppen vertieften“. „Die Windkraftgegner sind auch online im verschwörungstheoretischen Telegram-Netzwerk unterwegs, das während der COVID-19-Pandemie entstanden ist“, heißt es weiter.

„Diese mit viel Steuergeld subventionierte Stelle soll lieber die echten Feinde der Gesellschaft beobachten!“, kritisiert Dorner und nennt beispielsweise Anhänger des radikalen Islams. Gesetzlich in Österreich anerkannte Religionen werden in der Bundesstelle aber wegen der Religionsfreiheit nicht beobachtet. Der Radikale Islam, der keine eingetragene Religion ist, wird in Niederösterreich seit Frühling in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt kontrolliert.

Gemeinde Hausleiten „verbot“ Windkraft-Symposium
Laut Dorner seien die „Windkraft-Sekten“ aber nur Menschen mit einer unbequemen Meinung, die nun zum Problemfall gemacht werden würden. Das „regelrechte Aussperren dieser geht gar nicht“, sagt der FPÖ-Politiker. Weil der Diskurs so dermaßen hochkocht, hat nämlich ÖVP-Bürgermeister von Hausleiten, Andreas Neubaer, ein „Symposium“ der Windkraftgegner im September gleich ausgeschlossen. „Wir wollen im Schloss Hausleiten weder Befürwortern noch Gegnern eine Bühne bieten“, sagt er.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Niederösterreich

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung