Windkraft-Debatte

FPÖ will Schließung der Sektenfragen-Stelle

Niederösterreich
18.06.2026 08:00

Der freiheitliche Jugendsprecher Maximilian Weinzierl fordert erneut die Abschaffung der Sektenstelle. Im Fokus der Stelle stand in den Vorjahren immer öfter der Nachrichtendienst Telegram.

Dass die Bundesstelle für Sektenfragen seit Längerem das Thema Windkraft auf ihrer Liste stehen hat, stößt der FPÖ mehr als sauer auf. Jugendsprecher Maximilian Weinzierl meldet sich nach einem „Krone“-Bericht zu Wort: „Eine staatlich finanzierte Sektenberatungsstelle befasst sich mit Windrad-Protesten – das ist absurd!“

Wie berichtet, fallen auch Verschwörungstheorien in das Aufgabengebiet der Bundesstelle. Generell werden dort radikale und extremistische Ideologien behandelt, insofern, wenn sie eine Gefährdung für einzelne Personen sind. In der Pandemie sind vermehrt Verschwörungstheoretiker mit sekten-artigen Verhalten aufgefallen. „Seit Corona versuchen Akteure wie Martin Rutter durch das Thema Windindustrie relevant zu bleiben“, heißt es von ebendort auf Anfrage. 

Recht zur eigenen Meinung
Die FPÖ hat in der Vergangenheit schon mehrfach die Auflösung der Einrichtung gefordert, die es schon seit 1998 gibt. Den Blauen würden dort viel zu oft „unbequeme Meinungen“ als Problemfälle behandelt werden. „Es ist das gute Recht des Volkes, Windkraftprojekte kritisch zu sehen. Das darf nicht mit Sekten-Denken verbunden werden“, betont Weinzierl.

Die Bundesstelle betont auf „Krone“-Nachfrage, dass der Fokus aber ohnehin nicht auf besorgten Bürgern liege, die einfach kein Windrad im Garten haben wollen. Auch werden weder Windkraftgegner noch Coronamaßnahmen-Kritiker als „Sekte“ beobachtet. „Wir beraten, wenn es um die Gefährdung einzelner Personen geht“. Ausgenommen sind bei der Stelle anerkannte Religionen. 

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