Er ist und bleibt ein Mann der klaren Worte: Mit Blick über den Atlantik lässt Uli Hoeneß kein gutes Haar an der aktuell in den USA, Kanada und Mexiko laufenden Fußball-Weltmeisterschaft! „Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird“, grantelt der Patron und Ehrenvorsitzende des FC Bayern München …
Das grundsätzliche Problem mit dem Weg, den die FIFA für die Weltmeisterschaften eingeschlagen hat, besteht für Hoeneß darin, dass sich die Endrunden immer mehr zu Events für Wohlhabende entwickeln. „Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form“, so der 74-Jährige in einem Interview gegenüber der „FAZ“.
„Wo soll das enden?“
Vor allem die neuerdings obligatorischen Trinkpausen (oder vielleicht doch Werbepausen?), die politische Lage in den USA und die Ticketpreise sorgen bei Hoeneß nicht gerade für Luftsprünge. „2000 Dollar für ein Final-Ticket mittlerer Güte, wo soll das enden?“
„Überhaupt keine Lust!“
Und obwohl er sich wohl auch solche Tickets problemlos leisten könnte, würde er so viel Geld schlichtweg nicht ausgeben wollen. Daher habe er „überhaupt keine Lust, zu dieser Weltmeisterschaft zu reisen“.
Dabei hätte er sogar die Möglichkeit gehabt, während der Weltmeisterschaft zumindest quartiermäßig kostenlos in den USA zu verweilen. Aber: „Selbst wenn ich Lust gehabt hätte, die Weltmeisterschaft zu besuchen, sie wäre mir vergangen, als man mir die Lage des Hauses nannte.“ Nämlich fünf Minuten von einem Anwesen Donald Trumps entfernt …
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