Kein brutales Foul, nein, eine vor den Mund gehaltene Hand – das reichte dem VAR, um sich beim WM-Spiel Türkei gegen Paraguay einzuschalten. Es folgte „Rot“ für Paraguays Miguel Almiron. Und ein Ex-Rapidler war mittendrin.
Die Nachspielzeit der ersten Hälfte läuft. Paraguay führt seit der 64. Sekunde (!) mit 1:0. Die Türkei plagt sich, kommt nicht zum durchschlagenden Erfolg. Es ist eine hitzige Partie. Immer wieder kommt‘s zu Reibereien und Rudelbildungen. So auch jetzt, Minute 45+4. Dann eine Unterbrechung, Aufregung. Der VAR meldet sich. Er holt den Schiedsrichter an die Outlinie. Langsam dämmert‘s: Es ist die neue FIFA-Regel, die Miguel Almiron zum Verhängnis wird.
Müldür urgiert
Was hatte er sich erlaubt? Etwas, das seit dieser Weltmeisterschaft eben verpönt ist und sichtlich hart bestraft wird. Almiron hatte sich die Hand vor den Mund gehalten und einem Gegenspieler etwas (vermutlich nicht besonders Freundliches) zugeraunt. Der Adressat: ein in Österreich durchaus bekannter Mann, Ex-Rapidler Mert Müldür. Er „übernaserte“ auch sofort, dass sich Almirons strafbar gemacht hatte, eilte zum Schiri und machte ihn per Nachahmen der Geste mehrmals intensiv auf Alimrons Vergehen aufmerksam. Und schon eilte der Schiri an die Outlinie zum Video-Check. Und zückte danach tatsächlich die Rote Karte.
Almiron war danach fassungslos, verstand die Welt nicht mehr. Aber regeltechnisch war der Schiri definitiv im Recht.
War es auch Mert Müldürs „Erfolg“?
Anti-Rassismus-Maßnahme
Hintergrund der Regel: eine Anti-Rassismus-Maßnahme. Indem das „Handvorhalten“ rigoros bestraft wird, soll verhindert werden, dass Spieler eben rassistische Botschaften absondern können. Das hat Miguel Almiron spätestens jetzt verinnerlicht.
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