Murtaler als Vorreiter

Schutz vor Naturgefahren: So sparen Gemeinden Geld

Steiermark
20.06.2026 12:09
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Von Steirerkrone

Wasser, Abwasser, Müll: Hier sind Gemeindeverbände längst etabliert. Im Murtal gibt es nun eine Premiere: Erstmals schließen sich drei Gemeinden in Sachen Wildbach- und Lawinenverbauung zusammen. Das soll ihnen viel Geld ersparen.

Ein halbes Jahr hat die Vorbereitung gedauert, nun konnte der erste Schutzwasserverband im Bereich Wildbach- und Lawinenverbauung gegründet werden. Weißkirchen, Lobmingtal und Obdach sind an Bord und übernehmen damit eine steiermarkweite Vorreiterrolle.

Was ist die Aufgabe des Verbands? Vor allem die Planung und Errichtung von Schutzmaßnahmen, um Naturgefahren wie Hochwasser, Lawinen oder Steinschlag abzuwehren, erklären die Bürgermeister Peter Bacher, Markus Tafeit und Christian Wolf. Zudem sollen Flächen bereitgestellt werden, wo im Katastrophenfall rasch Geröll etc. zwischengelagert werden kann.

Der erste Verband ist gegründet: Bezirkshauptfrau Nina Pölzl mit den Bürgermeistern Markus ...
Der erste Verband ist gegründet: Bezirkshauptfrau Nina Pölzl mit den Bürgermeistern Markus Tafeit, Peter Bacher und Christian Wolf sowie Gebietsleiter Stefan Fieger.(Bild: Marktgemeinde Weißkirchen i. Stmk.)

Gemeinden sparen sich Hunderttausende Euro
Ein wesentlicher Vorteil: Für Neubau- und Sanierungsprojekte können als Verband wesentlich höhere Fördersätze vom Bund lukriert werden. Ein Rechenbeispiel: Zwischen 2016 und 2026 hat die Wildbach- und Lawinenverbauung 13,4 Millionen Euro in Schutzprojekte im Bezirk Murtal investiert. Die Gemeinden mussten 2,6 Millionen Euro beisteuern – als Verband wären es nur 1,9 Millionen Euro gewesen, also 700.000 Euro weniger. In finanziell schwierigen Zeiten für Kommunen gut gespartes Geld. 

„Für den neu gegründeten Schutzwasserverband sind in den nächsten zehn Jahren Schutzprojekte im Umfang von circa 17 Millionen Euro geplant, die nun in konzentrierter Form und mit einem erhöhten Förderschlüssel vonseiten des Bundes umgesetzt werden können“, erklärt Stefan Feigl, Gebietsbauleiter Steiermark West bei der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Bezirkshauptfrau Nina Pölzl hat die Verbandsgründung begleitet. Sie betont: „Schwere Unwetterereignisse treten aufgrund des Klimawandels in den letzten Jahren immer öfter auf. Umso mehr sind die Gemeinden gefordert, Maßnahmen in Bezug auf die Risikoabwehr und -minimierung zu setzen.“ Die Initiative der drei Murtaler Gemeinden sei ein „Best-Practice-Beispiel“. 

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