Extrembergsteiger Lukas Wörle aus Tirol ist für zwei Episoden von „Bergwelten“ auf ServusTV in Pakistan unterwegs. Er erzählt der „Krone“ von seiner Mission und gibt einen tieferen Einblick, worauf es beim Höhenbergsteigen ankommt. Ein Film wird Ende Juli ausgestrahlt, der andere wohl im Frühling 2027.
Für gleich zwei verschiedene „Bergwelten“-Dokumentationen ist ein kundiges Höhenbergsteigerteam derzeit in Pakistan unterwegs. Teil eins trägt den Namen „Laura Dahlmeier... ein Schritt zu weit“ und wird am 27. 7. um 20.15 Uhr auf ServusTV ausgestrahlt. Der Film erscheint also ein Jahr, nachdem die deutsche Biathletin Laura Dahlmeier tragisch am Laila Peak verunglückte. Einerseits zeichnet die Doku ihren Lebensweg nach, andererseits machen sich die beiden Extrembergsteiger Lukas Wörle aus Tirol und der Slowene Aleš Česen auf den Weg zum Gipfel des 6000ers. “Ich hoffe, dass neben der Liebe zu den Bergen auch sichtbar wird, wie bereichernd das Gesamterlebnis aus Mensch und Kultur ist“, erklärt Wörle im „Krone“-Interview, „die Faszination des Bergsteigens trug sicher auch Dahlmeier in sich und eint die Community der Alpinisten.“
Die „Bergwelten“-Produktion rückt vor allem den Aufwand eines so ambitionierten Projekts in den Vordergrund. Vom Trekking zum Basecamp zum Aufstieg, der zur Akklimatisation an die großen Höhen unerlässlich ist, bis zu den Sondierungen der Bedingungen und den Abwägungen, ob und wie ein Gipfel-Push überhaupt möglich ist. Um Leistung geht es dabei nicht. „Alpinistische Leistungen lassen sich nicht miteinander vergleichen, da Berge einem ständigen Wandel unterliegen“, präzisiert Wörle, „ich persönliche glaube, dass der Alpinismus vom Abenteuer lebt und auf jeder Reise eine ganz individuelle Geschichte schreibt.“ So passiert es schnell, dass die Liebe zu den Bergen und die Faszination für die einzigartige Gebirgslandschaft in Pakistan Menschen mit unterschiedlichsten Zielen trifft.
Dahlmeiers tragisches Schicksal soll vor allem die Gefahren und Schwierigkeiten dieser Mission ins rechte Licht rücken und zu einem gewissen Teil entromantisieren. „Der Reiz als Alpinist ist nicht die Suche nach Lebensgefahr, sondern die Leidenschaft zu den Bergen und dem Abenteuer. Wir haben in den letzten Monaten viel Zeit ins Training gesteckt, um fit anzureisen und man muss auch mental fit bleiben. Es ist unbedingt notwendig, so eine Expedition ausgeruht anzutreten.“
Das „Bergwelten“-Team hat für das Projekt eine Tonne Equipment eingepackt, um dort sechs Wochen im Gletscher zu überleben. Wörle war schon fünfmal zuvor dort und sah noch nie so viel Schnee wie jetzt, was zusätzlich herausfordert. Eine zweite Produktion zum Hidden Peak (ca. 8000 Meter) soll dann im Frühling 2027 erscheinen.
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