Um die Verkehrsströme auf den wichtigsten Transit- und Ausweichrouten besser zu verstehen, startet das Land Tirol eine umfassende Analyse. Mit Befragungen an Grenzübergängen und der Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten sollen Herkunft, Ziel und Zweck der Fahrten erfasst werden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige Verkehrsmaßnahmen dienen.
Tausende Autos rollen täglich von Bayern nach Tirol und wieder retour. Allein über den Fernpass fahren durchschnittlich rund 15.000 Fahrzeuge pro Tag, über Scharnitz mehr als 10.000. Jetzt will das Land Tirol genauer wissen, wer auf den Straßen unterwegs ist – und vor allem warum.
Genaue Analyse auf den Hauptverkehrsrouten
Noch in diesem Jahr und 2027 sollen an einigen stark frequentierten Grenzübergängen Pkw-Lenker befragt werden. Im Fokus stehen die Fernpassroute, Ehrwald, das Tannheimertal, Scharnitz und der Achenpass. Erhebungen sind sowohl an stark frequentierten Reisetagen als auch an ganz gewöhnlichen Werktagen geplant.
Wir verfügen in Tirol bereits über sehr gute Verkehrsdaten. Nun wollen wir aber noch spezifischere Einblicke erhalten.

Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ)
Bild: Christof Birbaumer
„Wir wollen die Verkehrsflüsse im Detail nachvollziehen können“, erklärt Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ). Die Befragungen sollen Aufschluss darüber geben, woher die Fahrzeuge kommen, wohin sie unterwegs sind und aus welchem Grund die Fahrt angetreten wird. „Wir werden erfahren, woher die Fahrzeuge kommen, ob die Autos voll besetzt sind oder wohin die Reise geht“, so Zumtobel.
Darüber hinaus will das Land anonymisierte Bewegungsdaten von Autos mit GPS-System aus dem bayerischen Grenzgebiet analysieren. Die Erkenntnisse sollen helfen, Maßnahmen wie Fahrverbote für Ausweichverkehr oder Dosierampeln noch gezielter einzusetzen. „Die großen Herausforderungen des grenzüberschreitenden Verkehrs müssen wir gemeinsam lösen“, ist der Landesrat überzeugt. Die Ergebnisse der Verkehrsstrom-Analyse sollen auch mit Bayern geteilt werden.
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