Greenpeace hat die Grünflächen in Österreichs Stadtzentren unter die Lupe genommen. Sieben der 13 ausgezeichneten „NaturStadt-Pioniere“ liegen in Niederösterreich – ausgerechnet St. Pölten bildet das Schlusslicht im Landesvergleich.
Wie grün sind Österreichs Stadtzentren? Greenpeace hat mittels Satellitendaten bundesweit alle Städte mit mehr als 10.000 Einwohner anlysiert. Das Ergebnis: Von 13 ausgezeichneten „NaturStadt-Pionieren“ liegen gleich sieben in Niederösterreich. Zu den Spitzenreitern zählen Bad Vöslau, Ebreichsdorf, Tulln an der Donau, Klosterneuburg, Groß-Enzersdorf, Perchtoldsdorf und Gerasdorf bei Wien. Ihre Stadtzentren weisen einen Grünflächenanteil von mindestens 45 Prozent auf. Nur an einigen Stellen, wie etwa Hauptplätzen oder vereinzelten Parkplätzen gebe es Nachholbedarf. Unter den niederösterreichischen Städten schneidet ausgerechnet die Landeshauptstadt St. Pölten am schlechtesten ab.
Bürgermeister in der Pflicht
Von stärker begrünten Stadtzentren würden alle profitieren. „Gut vernetzte Grünflächen sind wie die Lungen einer Stadt, sie filtern Feinstaub, dämpfen den Verkehrslärm und bieten der städtischen Artenvielfalt einen widerstandsfähigen Lebensraum“, betont Greenpeace-Expertin Melanie Ebner. Gleichzeitig ruft die Umweltschutzorganisation Bürgermeister dazu auf, eine „NaturStadt-Garantie“ zu unterzeichnen. Neu versiegelte Flächen sollen dabei durch Entsiegelung oder Begrünung an anderer Stelle ausgeglichen werden. „Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um den Asphalt aufzubrechen und Österreichs Städte ergrünen zu lassen“, so Ebner.
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