Kritiker verstummt

Schaf-Idylle nach Kahlschlag von Internet-Berg

Oberösterreich
16.06.2026 10:00

Im Winter hagelte es Kritik nach dem Kauf des Georgenberges im Internet und der anschließenden Rodung durch Adelssohn – doch nun sind die Widersacher von Micheldorf (OÖ) nach dem Vorzeigeprojekt verstummt. Und tierische Landschaftspfleger kümmern sich um die Natur.

Noch vor wenigen Monaten sorgte der Georgenberg für hitzige Diskussionen im Kremstal. Motorsägen statt Vogelgezwitscher, braune Erde statt Wald – viele Einheimische waren entsetzt, als eine Adelsfamilie die rund 17 Hektar große Anhöhe abholzen ließ. Doch was für Außenstehende wie ein radikaler Kahlschlag wirkte, war Teil eines gut durchdachten Plans. Denn historisch gesehen war der Georgenberg nicht immer bewaldet. Bis in die 1960er-Jahre dominierten offene Wiesen und Weideflächen. Erst in den vergangenen Jahrzehnten nahm die Verwaldung überhand – und verdrängte wertvolle Lebensräume.

Mit einem offiziell genehmigten Rodungsbescheid der Naturschutzbehörde wurde daher bewusst gegengesteuert. Ziel: die Rückkehr zur ursprünglichen Kulturlandschaft.

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Auch wenn der Anblick ungewohnt ist, gibt es viel Zuspruch. Georg und Georgina knabbern die Wiese wieder gesund.

Augustin Spiegelfeld, Eigentümer Georgenberg

Die Wiese wird wieder gesundgeknabbert
Nun sorgen tierische Landschaftspfleger für Aufsehen. „Georg und Georgina übernehmen jetzt und knabbern die Wiese wieder gesund. Auch wenn der Anblick ungewohnt ist, gibt es eine große Menge an Zuspruch“, erklärt Eigentümer Augustin Spiegelfeld. Denn hinter dem Projekt steckt mehr als Landschaftspflege: Durch die Beweidung sollen seltene Pflanzen und bedrohte Tierarten hier wieder Lebensraum finden. Die offenen Wiesen fördern die Artenvielfalt – ein Ziel, das ohne diesen Eingriff kaum erreichbar gewesen wäre.

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