Die EU hat die Oberfläche ausgewerten über Bilder, die teils im Winter aufgenommen wurden – und daher kein Grün zeigen. Die Pflicht, mehr Grünraum zu schaffen, sei für NÖs ländliche Gemeinden also völlig „irsinnig“.
„Das ist ein Schildbürgerstreich und wir werden hier ganz klar auf die Stopptaste drücken“, sagen Landesvize Stephan Pernkopf und Gemeindebund-Präsident Hannes Pressl zu einer EU-Verordnung, die Niederösterreich hart treffen würde. Die Regel sieht vor, dass Grünflächen und Bäume in den Gemeinden bis 2030 nicht weniger werden dürfen und danach sogar zunehmen müssen. Wer auf einer grünen Fläche baut, muss an einer anderen Fläche neuen Grünraum schaffen. Laut Pernkopf würden so ländliche Gemeinden benachteiligt werden.
Kritisiert wird auch die oberflächliche Auswertung der Flächen via Satellit, die leicht in die Irre führen könne. Äcker und Weinbauflächen würden so im Winter oft nicht als Grünraum erkannt werden, was sich auf Bauprojekte in der Folge widersinnig auswirken könnte.
Acker- und Wein klar im Nachteil
Pernkopf und Pressl befürchten zudem, dass kleine Acker- und Weinbaudörfer grob benachteiligt werden, während Großstädte kaum betroffen sind. Diese würden die Vorgaben oft bereits durch ihre als grün erfassten Parks erfüllen. In Niederösterreich wären 137 Gemeinden betroffen, deren landwirtschaftliche Flächen im Winter oft nicht als Grünraum gelten, weshalb die EU dort Handlungsbedarf sieht.
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