In den nächsten Wochen regiert König Fußball. Hierzulande wird bei der WM aber nicht nur mit Rot-Weiß-Rot mitgezittert, Staatsbürger vieler Endrunden-Teilnehmer leben in der Steiermark.
Das Milliardenspektakel ist eröffnet. Aller Kritik am verhaltensauffälligen Präsidenten eines der drei Gastgeberländer und an einem wohl geschmierten Weltverband zum Trotz – die am Donnerstag eröffnete Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada zieht die ganze Welt in ihren Bann.
Auch in der Steiermark wird bei der Kick-Show mitgefiebert. Seit stolzen 28 Jahren hat sich unser Nationalteam nicht mehr für das Großereignis qualifiziert. Logisch also, dass auch der WM-Hunger zwischen Schladming und Bad Radkersburg riesig ist. Wohl Hunderttausende grün-weiße Daumen sind deshalb in den nächsten Wochen für Rot-Weiß-Rot gedrückt.
Aber es wird nicht nur mit dem Rangnick-Team rund um die Steirer Michi Gregoritsch, Kevin Danso, Marcel Sabitzer, Stefan Posch, Florian Wiegele und Romano Schmid mitgezittert – in der Grünen Mark leben auch viele Menschen mit einem Pass eines anderen Endrunden-Teilnehmers.
Mit Abstand am meisten ausländische Steirer kommen aus Kroatien. Mehr als 24.000, fast die Hälfte von ihnen in Graz, werden bei der WM wohl eher mit den „Vatreni“ („Feurigen“) rund um den ewigen Luka Modrić halten, siehe Grafik. Mit Respektabstand folgen dann Deutschland (19.241) und Bosnien (13.566).
Aber auch die großen WM-Favoriten Spanien (995), Frankreich (714) und Brasilien (519) werden in der Steiermark von Landsleuten unterstützt. Und auch Engländer und Schotten sind hierzulande zu Hause – die steirische Landesstatistik fasst die fußballerischen Erzrivalen aber anders als der Weltverband FIFA unter Großbritannien (847) zusammen.
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