Vor der Graz-Wahl rückt der Branchenverband mit einer neuen Kampagne Holz ins Rampenlicht. Bei öffentlichen Bauprojekten könne die Politik mit gutem Beispiel vorangehen und Bewusstsein für den nachhaltigen Rohstoff samt regionaler Wertschöpfung machen.
Im Windschatten des Graz-Wahlkampfs startet die steirische Holzwirtschaft ihre Kampagne „Holz ist meine Wahl“ und will damit auf das große Potenzial des Rohstoffs im waldreichsten Bundesland Österreichs aufmerksam machen – insbesondere als Baustoff, der regionale Wertschöpfung sichert, vom Forstwirt bis zum Holzbauunternehmen. „Graz hat die Chance, Holz-Hauptstadt Österreichs zu werden“, sagt Paul Lang, Obmann des Branchenverbands proHolz Steiermark.
Holz als Bestandteil der Stadtentwicklung
Gerade im städtischen Bereich habe der Holzbau enorm viel Potenzial, etwa in der Sanierung oder bei Gebäude-Aufstockungen in dicht besiedelten Räumen. Nun lässt sich Holzbau freilich nicht verordnen, doch die Stadt Graz könne bei öffentlichen Bauprojekten mit gutem Beispiel vorangehen und Bewusstsein schaffen. „Unsere Initiative ist auch eine Einladung zum Dialog an die Politik, Holz als integralen Bestandteil der Stadtentwicklung zu sehen“, sagt proHolz-Geschäftsführer Christian Hammer.
Einige Vorzeigeprojekte gibt es ja in Graz bereits. So wurde etwa der Umbau der Viktor-Kaplan-Schule im Vorjahr mit dem steirischen Holzbaupreis bedacht. „Politisch ist die Affinität durchaus da, der Holzbau-Anteil bei öffentlichen Immobilien ist aber noch ausbaufähig“, sagt Holzindustrie-Branchensprecher Josef Stoppacher.
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