Will man aktuelle Kunststars sehen, muss man noch bis 14. Jänner nach Mürzzuschlag. Im kunsthaus muerz zeigt Mari Otberg eigene Arbeiten, aber in der Schau „My World on Fire“ auch ein Who-is-who der Szene – mit Werken von Marina Abramović, über Lars Eidinger und Judy Chicago bis Jonathan Meese.
Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn man durch die Ausstellung „My World on Fire“ im kunsthaus muerz streift. Das Thema Feuer scheint so ziemlich jeden Künstler zu inspirieren oder herauszufordern. Und so versammelt diese Schau eine Vielzahl von unterschiedlichen Zugängen und Ausdrucksformen. Von klassischer Malerei bis hin zu Medienkunst ist alles vertreten.
Starke weibliche Präsenz
Schon beim Eingang begegnet man einer der legendären Videoarbeiten von Judy Chicago. Dann springt einem ein großformatiges Gemälde von Karin Kneffel ins Auge. Bilder von Christy Astuy, Katrin Plavčak, Rosa Loy oder Elisabeth von Samsonow und ein frühes Video von Marina Abramović begeistern ebenfalls.
Doch nicht nur Künstlerinnen sind in dieser Schau stark vertreten, auch Jonathan Meese, der ein eigenes Manifest verfasst hat, Lars Eidinger, dessen Fotoarbeiten auch schon in der Hamburger Kunsthalle zu sehen waren, Manfred Bockelmann, Christian Eisenberger, Rudi Molacek, Muntean/Rosenblum und viele mehr sind in der illustren Runde zu finden.
Ungewöhnliche Mischung
Einen eigenen Raum hat eine Licht-Skulptur von Bischof Hermann Glettler bekommen, nicht weniger prominent platziert ist Thomas Baumanns Installation, bei der man sich fragt, wie die Flamme wohl in hundert verschiedene Augen gekommen ist. Und auch die wie Kinderzeichnungen anmutenden Flammen von Ivan Summersky, einem erklärten Vertreter des Ignorant-Art-Styles, sprechen einen unvermittelt an.
„Die Ausstellung soll für jeden etwas bereithalten“, betont Mari Otberg, die hier nicht nur als Kuratorin fungiert, sondern auch eigene Arbeiten zeigt. Und sogar eine eigene Ausstellung mit dem Titel „Olympia“ in der galerie des kunsthauses mit Bildern voller starker Frauen präsentiert.
Zu sehen ist die Schau noch bis zum 14. Juni. Einen Ausflug nach Mürzzuschlag könnte man etwa am 12. Juni mit einem abendlichen Besuch des Neuberger Münsters verbinden, wo der Schönberg Chor unter Erwin Ortner Haydns berühmte Nelsonmesse zur Aufführung bringen wird. Alle Informationen findet man hier.
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