In Ternitz wurden internationale Künstler dazu aufgerufen, mit wenig finanziellen Aufwand, dafür aber umso mehr Herzblut Schönes in die ehemalige Arbeitersiedlung zu zaubern. Und es scheint gelungen zu sein – erste Projekt können bereits besichtigt werden. Am 27. Juni ist großes Abschlussfest.
Aus einer Idee wurde ein Erfolg: Bereits vor vier Jahren holte die Caritas junge Architekten nach Ternitz, Bezirk Neunkirchen, um der ehemaligen Arbeitersiedlung mit neuen Gemeinschaftsplätzen frischen Schwung zu verleihen. Heute werden die entstandenen Treffpunkte von Jung und Alt gerne genutzt.
Nun läuft gerade das nächste spannende Kapitel. Im Rahmen des Projekts „Kooperativ Ternitz“ arbeiten derzeit vier internationale Künstler direkt vor Ort. „Sie entwickeln ihre Projektideen weiter, lernen Menschen vor Ort kennen und beleben die Dreiersiedlung auf vielfältige Weise“, heißt es dazu vonseiten der Gemeinde, die dieses Projekt unterstützt.
177 Projekte aus 40 Ländern trafen ein
Aus 117 Einreichungen aus mehr als 40 Ländern wurden ihre Projekte ausgewählt. Die internationalen Künstler Natyrë Elezi, David Biegl und Rasmus Exo sowie Florent Souly leben und arbeiten derzeit für einige Wochen vor Ort direkt in der Siedlung und setzen dabei auf enge Zusammenarbeit mit den dort wohnenden Menschen.
Die Ideen reichen von Klangkunst über Interventionen im öffentlichen Raum bis hin zu gemeinschaftlichen Projekten mit Stoffen und Textilien. Am 27. Juni findet ab 15 Uhr findet eine Finissage samt Abschlussfest statt in der Dreiersiedlung und im Volkshaus statt. Eine Kartenhaus-Installation, zusammengebaut aus alten Türen der Dreiersiedlung, ist jetzt schon zu bestaunen.
Die Siedlung befindet sich derzeit in einem umfassenden Wandel. Bis Ende 2027 sollen hier 55 neue Wohnungen entstehen.
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