Die Arbeitslosenquote in Tirol lag Ende Mai bei 4,9 Prozent und ist somit leicht gesunken. Ein Dauerthema bleiben beim AMS weiterhin die Langzeitarbeitslosen sowie der Bedarf an den Fachkräften von morgen.
Leicht gesunken ist die Arbeitslosigkeit in Tirol im Vormonat. Mit Stand Ende Mai waren hierzulande 17.882 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Verglichen mit demselben Monat im Vorjahr ist das ein Rückgang um 476 Betroffene bzw. ein Minus von 2,6 Prozent. Bei geschätzten 349.000 unselbstständig Beschäftigten belief sich die Arbeitslosenquote somit auf 4,9 Prozent (-0,1 %). Im Vergleich mit den restlichen Bundesländern ist das hinter Salzburg der zweitniedrigste Wert.
Der Tiroler Arbeitsmarkt ist gut in die Sommersaison gestartet. Besonders der Tourismus sorgt für eine spürbare Belebung.

Sabine Platzer-Werlberger, Geschäftsführerin AMS Tirol
Bild: Christof Birbaumer
Rückgang in der Gastro und Beherbergung
Als Jobmotor nennt das AMS Tirol allen voran die Gesundheit und die Pflege. „Im Gesundheitswesen kam es mit einem Zuwachs von 1034 Beschäftigten (+4,2 %) zu einem deutlichen Personalaufbau, ebenso in den Pflege- und Seniorenheimen mit 369 neuen Beschäftigten (+5,3 %)“, rechnen die Analysten diesbezüglich vor.
Für eine weitere „spürbare Belebung“ des Arbeitsmarktes sorgt laut Geschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger unter anderem der Tourismus. „Er hat die Arbeitslosigkeit sinken lassen.“ Konkret wurden in der Beherbergung und Gastronomie um 7,9 Prozent weniger Arbeitslose gezählt.
„Stabile Entwicklung“ am Bau und im Handel
„Aber auch in anderen Branchen können wir erfreuliche Entwicklungen beobachten“, meint Tirols AMS-Chefin. So ist die Arbeitslosigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei um 5,2 Prozent und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 3,4 Prozent gesunken. Unterdessen wurde in der Baubranche (+1,3 %) und im Handel (+0,9 %) eine „stabile Entwicklung“ beobachtet.
Problematisch bleibt die Lage unterdessen bei den Langzeitarbeitslosen. 2396 Betroffene entsprechen einem Anstieg von 15,5 Prozent bzw. 321 Personen gegenüber dem Vorjahr.
Großer Bedarf an jungen Fachkräften
Und wie sieht es mit den offenen Stellen aus? Hier verzeichnete das AMS nur einen leichten Rückgang. 7122 sofort verfügbare Jobs sind um 0,3 Prozent weniger als noch Ende Mai 2025. Deutlich gestiegen ist hingegen um 8,7 Prozent auf insgesamt 1184 der Bestand an sofort zu besetzenden offenen Lehrstellen. Dem gegenüber stehen lediglich 380 Jugendliche, die morgen eine duale Ausbildung beginnen könnten. „Diese Diskrepanz unterstreicht den fortbestehenden Bedarf an jungen Fachkräften, quer durch verschiedene Branchen“, schließt das AMS.
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