Eine bereits jetzt unterzeichnete Vereinbarung mit der Region Lemberg soll heimischen Betrieben beim späteren Wiederaufbau Aufträge sichern. Auch in Kriegszeiten besteht eine wirtschaftliche Achse zwischen der Ukraine und Niederösterreich.
Wirtschaft, Innovation, Bildung sowie Wissenschaft – in diesen Bereichen will Niederösterreich in Zukunft enger und langfristig mit der Region Lemberg (Lwiw) in der Ukraine zusammenarbeiten. Das haben der dortige Gouverneur Maksym Kozytskyj und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner jetzt in einem „Memorandum of Understanding“ festgeschrieben.
Chancen für Unternehmen
„Niederösterreich ist ein exportorientiertes Bundesland“, betont Mikl-Leitner: „Und eine Kooperation beim Wiederaufbau der Ukraine und darüber hinaus eröffnet unseren Betrieben neue Chancen.“ Vertieft werden sollen laut der nunmehr unterzeichneten Absichtserklärung gemeinsame Projekte vor allem in den Bereichen Energie, nachhaltige Technologien und Gesundheit. Aber auch die kulturelle und humanitäre Zusammenarbeit soll nicht zu kurz kommen.
Näher an Europa rücken
Gouverneur Kozytskyj sieht in dem Abkommen mehr als eine formelle Vereinbarung: „Diese Partnerschaft spiegelt gemeinsame europäische Werte, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Visionen wider.“ Er sei überzeugt, die Zusammenarbeit mit NÖ werde zum Wiederaufbau der Ukraine und zu deren europäischer Integration beitragen. Das streicht auch Wolfgang Anzengruber vom Europa-Ministerium hervor.
Exporte trotz Krieg
Als „wichtiges Signal“ wertet Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, das Memorandum: „Wir wissen zwar nicht, wann der Krieg in der Ukraine endet, aber wir müssen schon jetzt über das Danach reden.“ Die ökonomische Bedeutung der Ukraine auch in Kriegszeiten untermauert Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker: „Im ersten Halbjahr 2025 wurden Waren um 58 Millionen Euro von heimischen Betrieben in die Ukraine exportiert.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.