Moskau dementiert
Ukraine: USA sehen “Militärintervention” Russlands
Merkel verlieh in dem Telefonat mit Putin laut ihrem Sprecher Steffen Seibert auch ihrer Forderung nach einer "möglichst rasch zu vereinbarenden Waffenruhe" Ausdruck. Die Kanzlerin äußerte sich vor dem für Sonntag geplanten Treffen der Außenminister Frankreichs, Russlands, der Ukraine und Deutschlands in Berlin.
Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Caitlin Hayden, erklärte, Moskau müsse seine "extrem gefährlichen und provokativen" Versuche zur Destabilisierung der Ukraine unterlassen. Zuletzt habe es eine "Eskalation" russischen Handelns gegeben, die die angespannte Lage in der Ostukraine weiter verschärfe.
USA: "Wiederholtes Eindringen durch Russland"
Zu der teilweisen Zerstörung eines auf ukrainisches Gebiet vorgedrungenen russischen Militärkonvois durch ukrainische Artillerie sagte Hayden, Washington bemühe sich um weitere Informationen. Die USA zeigten sich jedoch besorgt über das "wiederholte russische oder durch Russland unterstützte Eindringen in die Ukraine". Russland habe "kein Recht, Fahrzeuge, Personen oder Fracht jeglicher Art" in die Ukraine zu schicken ohne deren Erlaubnis.
Nach Angaben aus Kiew waren russische Militärfahrzeuge in der Nacht auf Freitag in die Ukraine eingedrungen, worauf die ukrainische Armee mit Artilleriebeschuss reagierte. Die meisten Fahrzeuge seien zerstört worden. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bestätigte, dass es "einen russischen Einmarsch" in der Ostukraine gegeben habe.
Moskau: "Kein Militärkonvoi"
Russland bestreitet den Vorfall weiterhin. "Es gibt keinen russischen Militärkonvoi, der angeblich die russisch-ukrainische Grenze überquert hat", sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums laut russischen Nachrichtenagenturen. Die ukrainische Armee "zerstört Gespenster", fügte er hinzu.
In einem Telefongespräch mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel versicherte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu unterdessen nach Pentagon-Angaben, dass in den umstrittenen russischen Hilfskonvoi für die Ukraine keine Soldaten involviert seien. Schoigu habe "garantiert", dass keine russischen Militärs an dem Konvoi beteiligt seien. Zudem habe er versichert, dass der Konvoi "nicht als Vorwand für eine weitere Einmischung in der Ukraine" diene. Russland wolle sich an ukrainische Bedingungen halten, die Hilfen würden unter Aufsicht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verteilt.
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