Weststeirer punktet

Mit Hilfe der Sonne zum Bauernhof des Jahres

Steiermark
22.05.2026 18:00

Vom Dach kommt der Strom, den steirische Bauern für ihre Höfe brauchen. Das wurde jetzt mit Preisen gewürdigt. Die „Krone“ hat sich angesehen, was die Photovoltaik-Pioniere antreibt. 

Die Auszeichnung „Bauernhof des Jahres“ ist ein Publikumsvoting, das die Landwirtschaftskammer jedes Jahr durchführt – und den Titel fuhr heuer souverän Erhard Greinix aus Edelschrott ein. „Ich freu mich sehr darüber“, sagt der Weststeirer. „Denn das ist ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Eine Wertschätzung für unser Lebenswerk.“

Greinix‘ Passion ist beeindruckend. Vor 15 Jahren hat er mit einer kleinen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach begonnen – heute erzeugt er 400 Kilowatt Strom am Tag! Damit kann der Biobauer, der Mutterkuhhaltung und Masthühner im Freiland hat, übers Jahr gesehen 96 Prozent des Strombedarfs selbst abdecken. Bei Erzeugungsspitzen „betankt“ er E-Auto und E-Hoflader. Vor allem das Züchten der Bio-Hühner benötigt eine Menge Strom – zufrieden ist Greinix damit, dass er im Falle eines Ausfalles durch das Notstromaggregat wieder am Netz ist.

Photovoltaik ist Herzensthema von Erhard Greinix.
Photovoltaik ist Herzensthema von Erhard Greinix.(Bild: Jürgen Radspieler)

„Bin glücklicher als mein Stromanbieter“
Er wünscht sich, dass noch viel mehr Bauern umsteigen würden – mit PV-Anlagen nicht auf wertvollen Ackerflächen, sondern auf „Dächern, die ja in großer Fläche vorhanden sind“. Oder in der Kombination Photovoltaik mit landwirtschaftlicher Nutzung, „da gibt es schon großartige Projekte, bei denen kaum Ernte verloren geht, aber viel Strom gewonnen wird“. Er bleibt jedenfalls auf seinem Weg: „Ich bin damit glücklicher als mein Stromanbieter, weil ich ja nix brauch’“, schmunzelt der Weststeirer.

Ebenfalls mithilfe von Sonnenstrom kamen auf die Stockerlplätze: Bernadette und David Hausleitner (Markt Hartmannsdorf), auf deren Feldern Vulkanlandweizen für Brot und ihre Vulkanlandschweine bestens gedeiht. Sowie Kerstin und Karl Klug (Mooskirchen), die mit einem Tierwohlstall und ihrer Käserei punkten, in der sie gleich 13 Köstlichkeiten herstellen.

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