Eine geplante Streaming-Abgabe wird gerade politisch diskutiert und könnte der von internationalen Big-Tech-Firmen regierten heimischen Musikszene deutlich mehr finanziellen und künstlerischen Spielraum geben. International zeigt sich das Modell bereits erfolgreich. Führende Musiker und Musikwirtschafter haben nun einen offenen Brief eingereicht, um den Musikstandort Österreich damit nachhaltig zu stärken.
In einem offenen Brief wendet sich heute die österreichische Musikszene an die österreichische Bundesregierung, um den im Regierungsprogramm vereinbarten „fairen Beitrag internationaler Streaming-Dienste zur Finanzierung des Musikstandortes Österreich” einzufordern.
Förderung von Reinvestitionen
Derzeit wird ein Großteil der Wertschöpfung, die österreichische Musik erzeugt, von internationalen Konzernen abgesaugt. Eine Investitionsverpflichtung, wie sie etwa in Frankreich bereits erfolgreich angewendet wird, würde sicherstellen, dass ein fairer Anteil der in Österreich generierten Umsätze in die Förderung und Verbreitung heimischer Musikproduktionen reinvestiert wird, so die Musikschaffenden.
Die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Briefes versprechen sich von einem solchen Mechanismus, dass bestehende strukturelle Wettbewerbsnachteile damit ausgeglichen werden. So können die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass österreichische Künstlerinnen und Künstler auch künftig entdeckt, produziert, vermarktet und international erfolgreich werden können.
Offener Brief der großen Musiker
„Wir ersuchen die Bundesregierung daher, die Diskussion rund um einen österreichischen Streaming-Investitionsmechanismus sachlich, faktenbasiert und unter Berücksichtigung der österreichischen Künstlerinnen und Künstler sowie der gesamten heimischen Musikwirtschaft zu führen. Musik aus Österreich braucht eine Zukunft. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass ein größerer Teil der mit österreichischer Musik erwirtschafteten Wertschöpfung auch in Österreich bleibt.” schließt der offene Brief. HIER können Sie den gesamten Brief einsehen.
Zu den Unterstützern zählt das „Who Is Who“ der heimischen Musikszene. Den offenen Brief haben u. a. Bilderbuch, Wanda, Anna Buchegger, die Nockis, Conchita Wurst, Christina Stürmer, Herbert Pixner, Ina Regen, Hubert von Goisern, Oska, Mira Lu Kovacs, Voodoo Jürgens oder Wolfgang Ambros unterzeichnet.
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