Die Gemeinde Unterach am Attersee soll eine Bootshütte an einen privaten Investor verschenkt haben, der das Objekt dann um kolportierte zwei Millionen Euro weiterverkauft haben soll. Nach einer Landtagsanfrage der Grünen lässt die Regierung den umstrittenen Deal jetzt genauer unter die Lupe nehmen.
„Hat das Land weggeschaut?“ Das fragte die „Krone“ im Februar in einem Artikel über einen umstrittenen Bootshütten-Deal in Unterach am Attersee. Anlass war eine diesbezügliche schriftliche Anfrage der Grünen an den für die Gemeindeaufsicht zuständigen LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner. Nun stellt sich auch der FPÖ-Politiker diese Frage.
Unterlagen aus Unterach eingeholt
Besser gesagt: In seiner Anfragebeantwortung, die der „Krone“ vorliegt, führt Haimbuchner aus, dass das Land den Deal jetzt näher unter die Lupe nehmen werde. Derzeit würden „Informationen samt Unterlagen von der Gemeinde Unterach am Attersee eingeholt. Nach Vorliegen dieser wird der Sachverhalt geprüft und geklärt, ob bzw. welches Aufsichtsmittel zum Tragen kommt“, heißt es darin. Grundlage der Prüfung sei das Informations- und Prüfungsrecht der Aufsichtsbehörde und die ihm entsprechende Auskunftspflicht der Gemeinde gemäß der Oö. Gemeindeordnung 1990.
Kommunales Vermögen verschenkt?
Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein „ORF“-Beitrag, laut dem die Gemeinde Unterach eine Bootshütte einem privaten Investor überlassen hatte, der diese wiederum um kolportierte zwei Millionen Euro weiterverkauft haben soll. Die Grünen mutmaßten daraufhin, dass dabei kommunales Vermögen verschenkt wurde. Unterachs Ortschef Georg Baumann (ÖVP) weist die Vorwürfe als „Halbwahrheiten“ zurück.
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