Hoch oben auf 60 Meter hat die APG (Austran Power Grip) Nester angebracht – und das schon das 21. Jahr. Wie ein heimisches Projekt in den letzten 21 Jahren den Bestand des gefährdeten Sakerfalken europaweit stärkte . . .
Mit Hochspannung blickte das Team hinauf auf eine kleine Holzkiste in 60 Metern Höhe: Es ist das Zuhause eines Sakerfalken-Nestes, das im Rahmen eines Schutzprojektes der Austrian Power Grid (überregionale Starkstrom-Netze) mit Unterstützung von Artenschutz-Experten erfolgreich läuft. Als der Wind nachließ, holte ein schwindelfreier Kletterer die Piepmätze vorsichtig nach unten. Dieser erste „Ausflug“ der Tiere, die erwachsen die Größe eines Bussards erreichen, ist ein wichtiger Prozess: Denn das Projekt der fast ausgestorbenen Art wird wissenschaftlich begleitet. Und so bekam jeder der kleinen flauschigen Küken einen Ring um die kleine Kralle, um ihn im Rahmen eines Monitorings weiterhin genau identifizieren zu können.
APG montiert mit Partnern sichere Nistplattformen und Nistkästen auf Hochspannungsmasten. Der Bestand stieg von 30 Brutpaaren (2015) auf 59 Brutpaare (2025).

Gerhard Christiner, Vorstandssprecher und Technischer Vorstand APG (Austrian Power Grip)
Bild: APG/ Niklas Stadler
Mehr als zwei Jahrzehnte dauert das Projekt schon – Erfolg messbar
Der Erfolg der schon langjährigen Kooperation mit der Österreichischen Vogelwarte und Birdlilfe wird damit messbar: In den vergangenen 21 Jahren wurden 165 künstliche Nester errichtet – in luftigen Höhen, die mit 59 Brutpaaren und 143 ausgeflogenen Nachkommen im Vorjahr auch einen Höchststand erreicht hatte. Der Bestand gilt in Österreich mittlerweile als stabil. Das Projekt stärkt auch den Bestand Tausende Kilometer weiter: Durch die Beringung konnten Tiere in Nordafrika identifiziert werden, da die Falken auf Erkundungsflügen lange Wegstrecken zurücklegen, wie die Projektpartner berichten.
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