Ein Italientief bringt am verlängerten Wochenende zahlreiche Regenschauer in die Steiermark. Die Eisheiligen machen ihrem Namen alle Ehre. Das bremst zwar unsere Ausflugslaune – die Natur kann sich dafür freuen.
Lange verwöhnte uns der Frühling mit Schönwetter, jetzt macht er uns ausgerechnet am verlängerten Wochenende einen Strich durch die Rechnung: Die Eisheiligen haben ein richtiges „Sauwetter“ im Gepäck. „Am Donnerstagvormittag gibt es im Grazer Becken noch Sonnenschein, ehe ein Norditalientief zu uns kommt und Regen mitbringt. Spätestens am Donnerstagabend ist es im ganzen Land nass“, prognostiziert Konstantin Brandes, Meteorologe bei Ubimet.
Und das soll nur der „Vorgeschmack aufs Wochenende“ sein. Nach einem wechselhaften Freitag erwartet uns ein „richtig schircher“ Samstag, so Brandes. Der ganze Tag verläuft regnerisch und trüb. Im Ennstal sinkt die Schneefallgrenze auf 1300 Meter. Für die Obersteiermark sagt Brandes Maximaltemperaturen von 8 Grad vorher.
Sind die Eisheiligen eine reine Bauernweisheit oder ein meteorologisches Phänomen? „Da gehen die Meinungen auseinander“, antwortet Konstantin Brandes von Ubimet. „Kaltlufteinbrüche sind im Mai auf jeden Fall üblich, wenn auch nicht immer zum selben Zeitpunkt.“ Die Erklärung: Während sich die Landmassen im Frühling bereits kräftig erwärmen, sind die Meere noch kühl. Winde bringen diese kalten Strömungen zu uns.
Ihren Ursprung haben die Eisheiligen vermutlich im Mittelalter, wo Ernteausfälle für Hungersnöte sorgten. Benannt sind die Maifröste nach den Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia.
Immerhin: „Frost ist kein Thema mehr.“ Minusgrade dürften in der ganzen Steiermark ausbleiben, „und der Niederschlag ist für die Natur absolut willkommen“. Über das gesamte Wochenende erwarten uns Regenmengen von maximal 40 Liter pro Quadratmeter, die die Böden gut gebrauchen können.
Die Rückkehr des Frühlings ist erst kurz vor Wochenstart wieder in Sicht: „Am Sonntag bessert sich das Wetter zögerlich, und für die nächste Woche gibt es dann wieder sonnige Aussichten“, sagt Brandes. Generell seien Kälteeinbrüche zu der Jahreszeit keine Seltenheit (siehe Faktenbox).
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