Es ist viel zu trocken

Wieder ein Waldbrand: 18 Wehren am Kömmel

Kärnten
09.05.2026 17:03
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Zu einem Löscheinsatz rückten am Samstag Feuerwehren auf den Kömmel bei Bleiburg an. Wieder handelte es sich um einen Waldbrand – wieder war der Einsatz herausfordernd, aber glücklicherweise konnte das Feuer rascher unter Kontrolle gebracht werden als im Lesachtal.

Der Begriff Waldbrand ist mittlerweile noch mehr mit Furcht besetzt als vor dem großen Ereignis im Lesachtal, wo 110 Hektar Wald von den Flammen vernichtet wurden und die Glutnester nicht und nicht zu bekämpfen waren.

Extreme Trockenheit
Die extreme Trockenheit ist heuer ein großes Problem. Das müssen nun auch die Feuerwehren des Abschnittes Völkermarkt spüren: Sie wurden Samstagnachmittag zu einem Waldbrand am Kömmel in der Gemeinde Bleiburg alarmiert.

Kurz vor 14 Uhr hatten Verkehrsteilnehmer von dort Rauchwolken aufsteigen sehen und sofort die Feuerwehr verständigt. Bereits kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte Einsatzleiter Rainer Findenig fest, dass es sich um einen ausgedehnten Waldbrand handelt. Daraufhin wurde umgehend über die Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren des Bezirkes Völkermarkt nachalarmiert.

Zur Unterstützung der Feuerwehren wurden zusätzlich die stationierten Waldbrandpakete des Landesfeuerwehrverbandes aus den Abschnitten des Bezirkes, stationiert bei den Feuerwehren Neuhaus und Bad Eisenkappel, angefordert. Diese Spezialausrüstung für Vegetations- und Waldbrände bewährte sich bei der Brandbekämpfung im steilen und teils schwer zugänglichen Gelände.

Die Einsatzkräfte – 180 Personen von 18 Wehren – konnten den Brand relativ rasch unter Kontrolle bringen.

Wärmebildkameras im Einsatz
Mit mobilen Wärmebildkameras sowie einer Drohne samt Wärmebildkamera wurden Glutnester lokalisiert und gezielt gelöscht. Zwei Hubschrauber des Ministeriums unterstützten die Feuerwehren durch Erkundungsflüge.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar: Mehrere Tanklöschfahrzeuge des Bezirkes richteten einen Pendelverkehr ein. „Dank der vorhandenen Forststraßen war es möglich, mit den Tanklöschfahrzeugen nahe an den Brandherd heranzufahren“, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel.

Der Brand, der sich auf etwa einen Hektar ausgebreitet hatte, konnte etwa zweieinhalb Stunden nach Alarmierung unter Kontrolle gebracht werden. Ein endgültiges „Brand aus“ konnte noch nicht gegeben werden, Nachlöscharbeiten sind noch notwendig, die FF Bleiburg überwacht das Areal.   „Wir hoffen auf den dringenden Niederschlag, damit sich die Lage rund um die Trockenheit und Waldbrandgefahr entspannt!“, so Skubel.

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