Kontaktpersonen krank?

Hantavirus: Entwarnung nach acht Wochen möglich

Ausland
08.05.2026 20:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“, auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist, ist derzeit auf dem Weg nach Teneriffa. Dort wird die Evakuierung der erkrankten Passagierinnen und Passagiere derzeit akribisch vorbereitet. An Bord waren bisher fünf Personen, bei denen das Hantavirus entweder bestätigt ist oder ein Verdacht besteht.

Der Gesundheitszustand der Gäste und Crew werde beobachtet, die Infektionswelle nachverfolgt, sagte Anaïs Legand, eine WHO-Expertin für Viruserkrankungen. Mitarbeitende der WHO und medizinisches Personal aus den Niederlanden sind an Bord des Schiffs.  Derzeit zeige niemand an Bord Symptome, sagte Legand. Die Infizierten werden in Krankenhäusern behandelt. Die Informationen, die man sammle, stelle man den Behörden nach Ankunft auf Teneriffa zur Verfügung, hieß es.

„Hondius“ soll am späten Samstagabend vor der Küste der spanischen Kanareninsel ankommen. Sie wird in einem kleinen Hafen erwartet, die dortigen Mitarbeitenden haben bereits eine Demonstration gegen das Einlaufen angekündigt. Bis zu 300 Personen sind nach „Bild“-Informationen angemeldet. Sie fürchten mögliche gesundheitliche Risiken für sich selbst. Von Teneriffa sollen die etwa 140 Passagierinnen und Passagiere des Schiffs direkt in ihre Heimatländer geflogen werden. Planmäßig wird die Evakuierung spätestens am Montag abgeschlossen sein, da dann schlechtes Wetter erwartet wird.

In Spanien laufen bereits die Vorbereitungen, um die Passagierinnen und Passagiere zu ...
In Spanien laufen bereits die Vorbereitungen, um die Passagierinnen und Passagiere zu evakuieren.(Bild: AP/Manu Fernandez)
Das Kreuzfahrtschiff war im Süden Argentiniens gestartet und hatte mehrere Stationen.
Das Kreuzfahrtschiff war im Süden Argentiniens gestartet und hatte mehrere Stationen.(Bild: AP/Arilson Almeida)

Keine Viren bei Deutscher nachgewiesen
In Deutschland wurde jetzt eine Passagierin untersucht, die zusätzlich zu zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen worden war. „Wir können nicht sagen, ob sie nicht infiziert ist. Wir haben keine Viren nachgewiesen“, sagte der UKD-Bereichsleiter Tropenmedizin, Torsten Feldt. Man könne nur sagen, dass die Kontaktperson einer Verstorbenen derzeit keine aktive Infektion habe. In der Inkubationszeit könnten jederzeit Symptome auftreten. „Nach acht Wochen könnte man Entwarnung geben“, sagte Feldt. Die genaue Dauer der Quarantäne werde von den lokalen Behörden festgelegt. „Als Anhaltspunkt kann man 40, 45 Tage nennen.“

Insgesamt sind drei Menschen rund um die Kreuzfahrt am Hantavirus gestorben, darunter eine Person aus Deutschland und ein niederländisches Ehepaar. In Spanien und Dänemark wurden jetzt weitere Verdachtsfälle gemeldet. Die beiden Personen waren in demselben Flugzeug gesessen wie Infizierte. Die Testergebnisse standen zunächst noch aus. Auch in den Vereinigten Staaten wurde ein möglicher weiterer Fall gemeldet, ebenfalls im Zusammenhang mit dem Flug.

„Nicht Beginn einer Pandemie“
„Dies ist nicht der Beginn einer Pandemie“, beruhigte die WHO- Nothilfekoordinatorin, Maria van Kerkhove. Ein Vergleich mit dem Start der Corona-Pandemie vor sechs Jahren sei nicht angebracht. Hantaviren werden üblicherweise durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen. Das niederländische Paar, das die ersten Symptome zeigte und später an der Infektion starb, war laut argentinischer Regierung bereits seit 2025 in der Region unterwegs gewesen. Das Schiff war im Süden Argentiniens gestartet und hatte mehrere Stationen im Südatlantik und in der Antarktisregion, darunter St. Helena. Es lag zeitweise auch vor der Küste von Kap Verde vor Anker.

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