Volle Pools und leere Wasserreserven: Die Trockenheit sorgt in steirischen Gemeinden für Diskussionen. Landesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) will Wasserversorger an den Tisch holen, um über härtere Maßnahmen zu diskutieren. Einige Bürgermeister befürworten Verbote.
Die Lage bleibt weiter angespannt: In Wörschach im Ennstal ist das Befüllen von Pools vorerst untersagt, in Oberzeiring, einem Ortsteil von Pölstal, muss die Wasserversorgung mit Tanklastern aufrechterhalten werden. Auch in Seckau betont Bürgermeister Martin Rath (ÖVP): „Aktuell können wir die Gemeinde gut versorgen, aber ein sparsamer Umgang bei Pool und Rasen ist weiterhin wichtig.“ Er hofft auf die Vernunft der Bürger, meint jedoch, „eine rechtliche Grundlage über die Trinkwasserverordnung hinaus wäre sinnvoll“.
Bei Knappheit können Gemeinden ja zeitlich begrenzte Verordnungen erlassen – jetzt wird aber über neue Gesetze oder Erhöhungen der Wassergebühren diskutiert. Landesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) möchte in den kommenden Wochen einen runden Tisch mit den Wasserversorgern organisieren, um Möglichkeiten zwischen Freiwilligkeit und härteren Maßnahmen auszuloten.
Wenn höflich formulierte Aufforderungen nicht greifen, braucht es strengere Maßnahmen.

Eva Schmidinger
Bürgermeisterin Pernegg an der Mur
Bild: Christian Jauschowetz
Freiwilligkeit funktioniert nicht immer
Eva Schmidinger, Bürgermeisterin von Pernegg an der Mur (ÖVP), wo die Wasserversorgung am Sonntag im Argen lag, fände ein neues Gesetz „auf jeden Fall sinnvoll“: „Wenn höfliche Aufforderungen nicht fruchten, muss man zu strengeren Maßnahmen greifen – immerhin geht es um die Bevölkerung.“
Es geht aber auch um die Kosten, zugekauftes Wasser ist teuer. Schmidinger ist bemüht, das Netz zu erweitern, und auch in Seckau versucht man bereits, neue Quellen zu erschließen.
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