„Krone“-Umfrage

Steirer wollen wissen, was auf den Teller kommt

Steiermark
04.05.2026 18:00

Eine große Mehrheit der Steirer spricht sich in der Leserbefragung der „Krone“ dafür aus, dass Wirte die Herkunft der Lebensmittel verpflichtend anführen müssen.

Hand aufs Herz: Schauen Sie beim Essen im Gasthaus darauf, woher die aufgetischten Produkte stammen? Dem Ergebnis der großen Leserbefragung der „Krone“ durch das Meinungsforschungsinstitut IFDD zufolge scheint diesbezügliche Klarheit für einen Großteil der Steirer auf jeden Fall sehr wichtig zu sein.

Denn 79 Prozent von mehr als 6300 Befragten befürworten demnach die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie – also dass Wirte in der Speisekarte angeben müssen, woher sie die wesentlichsten Zutaten beziehen.

Eindeutiges Ergebnis bei der aktuellen „Krone“-Leserumfrage
Eindeutiges Ergebnis bei der aktuellen „Krone“-Leserumfrage(Bild: Krone Kreativ)

Langjährige Forderung der Bauern
Die Debatte um eine solche Herkunftsangabe wird seit Jahren emotional geführt. Vor allem Branchenspitzen von Landwirtschaft und Gastronomie vertreten hier entgegengesetzte Standpunkte. Heimische Bauern erneuern regelmäßig ihre Forderung für mehr Klarheit am Wirtshaustisch, zuletzt etwa im Zuge des Mercosur-Abkommens.

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Die Gäste wissen, woher ihre Speisen stammen. Sie erhalten Wahlfreiheit und gleichzeitig werden die heimischen Bäuerinnen und Bauern gestärkt. 

Andreas Steinegger, Präsident Landwirtschaftskammer Steiermark

„Die aktuelle ,Krone’-Umfrage bestätigt erneut den Wunsch nach Transparenz auf der Speisekarte“, sagt der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Die Gäste wissen, woher ihre Speisen stammen. Sie erhalten Wahlfreiheit und gleichzeitig werden die heimischen Bäuerinnen und Bauern gestärkt.“

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Viele Betriebe machen diese Kennzeichnung ja ohnehin schon freiwillig. Wir wollen keine zusätzliche Bürokratie.

Klaus Friedl, Gastro-Obmann Wirtschaftskammer Steiermark

Gastro will Freiwilligkeit statt Pflicht
Die Gastro-Branche bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einer Pflicht, „weil viele Betriebe diese Kennzeichnung ohnehin schon freiwillig machen und wir keine zusätzliche Bürokratie wollen“, sagt der steirische Gastro-Obmann Klaus Friedl und setzt nach: „Wenn man ein bisschen durchs Land zieht, sieht man, dass die guten Betriebe das in der Regel sowieso machen, um auch einen Mehrwert für den Gast zu bieten.“

Eine Verpflichtung sieht auch Gastronomin Isabella Edler, Chefin des Glöckl Bräu, in Graz kritisch. „Wir haben es nicht extra auf der Karte stehen, aber vor allem bei Fleisch kaufen wir regional ein – schon aus eigenem Interesse, ich will ja was Gutes verkaufen.“ Freiwilligkeit statt Pflicht sei der bessere Weg, „am Ende zählt die Qualität“.

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