Bei der Aktion „Coffee with Cops“am Linzer Südbahnhofmarkt kamen viele Bürger, um den Polizisten ihr Herz auszuschütten. Dabei ging es nicht nur um Banalitäten wie Nachbarstreitigkeiten oder Müllprobleme. Gar nicht so wenige Linzer haben nach den blutigen Attacken der vergangenen Wochen beim Aufenthalt im öffentlichen Raum ein „mulmiges Gefühl“.
Gemeinsam mit Polizisten plaudern und dabei einen Gratis-Kaffee trinken – dieses aus den USA stammende Konzept gehört zum Standardprogramm der „Gemeinsam.Sicher“-Aktion des Innenministeriums.
Am Samstag gaben sich am Linzer Südbahnhofmarkt neben Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner auch Bürgermeister Dietmar Prammer und Sicherheitsstadtrat Michael Raml die Ehre. Die Einladung zum Kaffeeklatsch fand nicht ganz zufällig am beliebtesten Linzer Grünmarkt statt. Erst am 15. April hatte ein psychisch gestörter Mühlviertler (30) einen Security der Raiffeisenlandesbank mit einer Axt schwer verletzt. Am 14. März hatte nicht weit entfernt auf der Landstraße ein geisteskranker Kroate (34) zwei Afghanen (24 und 26) niedergestochen. Der Jüngere starb.
Oft geht es auch nur um Banalitäten
„Natürlich haben viele Leute momentan ein mulmiges Gefühl. Manche kommen her und fragen: Sind denn alle verrückt geworden?“, sagt Stadtpolizeichef Hübner. Andere Landsleute suchen jedoch auch den Kontakt, weil sie ganz banale Probleme haben, für die nicht immer die Exekutive zuständig ist: Vom Nachbarschaftsstreit bis hin zum Ärger über Obdachlose. Auffällig war jedenfalls der hohe Andrang bei den Freunden und Helfern – die Polizei ist kein Feindbild mehr.
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