Neue ServusTV-Sendung

Nehiba: „Die Gespräche sollen spannend sein“

Unterhaltung
02.05.2026 05:00

In der neuen Roadshow „Weltmeister des Lebens“ fährt Christian Nehiba auf ServusTV diverse Promis zu ganz besonderen Orten und führt dabei Gespräche. Heute Abend (19.40 Uhr) geht es mit Legende Hans Krankl los – die „Krone“ durfte indes Kult-Stürmer Toni Polster besuchen.

Die meisten kennen es wahrscheinlich aus eigener Erfahrung. Man sitzt gemeinsam im Auto, hat eine lange Strecke vor sich und kommt während der Fahrt auf Gesprächsthemen, die man in der Hast des Alltags wahrscheinlich nicht einmal anschneiden würde. Nach diesem Konzept ist die neue ServusTV-Show „Weltmeister des Lebens – Christian Nehiba unterwegs mit …“ aufgebaut, die heute um 19.40 Uhr mit Fußballlegende Hans Krankl startet und ab sofort, bis WM-Beginn samstags in sieben Episoden ausgestrahlt wird. Mit dabei sind u. a. auch DJ Ötzi, Michaela Dorfmeister oder Stürmer-Legende Toni Polster. Der ServusTV-Sportchef fährt mit jedem Gast zu einem Ort mit besonderer Bedeutung – etwa eine Stunde lang. Polster wird etwa zu Hause abgeholt und zum Schloss Hof kutschiert. Dazwischen bleibt Zeit für ausufernde Gespräche, die den Fußball als Ausgangspunkt haben, aber von dort in alle Richtungen gehen können.

„Ich bin der Toni“
„Ich verstelle mich nie und versuche immer ehrlich und offen Auskunft zu geben“, erklärt uns Polster im „Krone“-Gespräch vor der Fahrt, „es ist natürlich schön, wenn man sich schon lange kennt und sich aufeinander verlassen kann“, spricht er die kollegiale Freundschaft zu Nehiba an, „unser gutes Verhältnis begleitet mich schon mein ganzes Sportleben lang.“ Polster kennt das Leben in der Öffentlichkeit seit knapp 50 Jahren und ist auf Social Media selbst sehr aktiv. „Ich bin ein Mann der Leute, mich hat das nie gestört. Zu mir sagt niemand Herr Polster. Ich bin der Toni und für jeden angreifbar – für manche wohl wirklich, weil ich gefühlt seit Jahrzehnten in ihren Wohnzimmern auftauche.“

„Krone“-Redatkeur Fröwein im Gespräch mit Toni Polster
„Krone“-Redatkeur Fröwein im Gespräch mit Toni Polster(Bild: Philipp Carl Riedl)

Wer sich bei dem Konzept an „Carpool Karaoke“ erinnert fühlt – es wird auch im Elektro-Auto von Nehiba gesungen. Jeder seiner Gäste konnte sich im Vorfeld drei Songs aussuchen, zu denen er ein persönliches Verhältnis hat – manchmal wird die Stimmung richtig gelöst. „Ich habe mit Michi Dorfmeister Wolfgang Ambros gesungen und sang auch mit DJ Ötzi. Das waren schon besondere Erlebnisse“, erzählt Nehiba der „Krone“. Mit „Weltmeister des Lebens“ wollte man die anstehende Fußball-WM mit einer spannenden Talk-Serie verknüpfen. „Die Hinfahrt zu einem Ziel ist mehr der Warm-Up-Talk, wo man locker über Themen wie Fußball, das Autofahren oder Musik redet“, so Nehiba, „bei der Rückfahrt wird es dann persönlich.“ Für schöne und ausführliche Gespräche braucht man neben Vertrauen und Verständnis auch ausreichend Zeit. Dass man mit DJ Ötzi und Lili Paul-Roncalli auch zwei Nicht-Sportler am Beifahrersitz hat, hat sich ergeben. „Wichtig war ein gewisses Fußballinteresse. Lili Roncalli hat mit Fußball nicht so viel am Hut, aber gerade das macht den Charme dieser Folge aus.“

Pannen gehören dazu
Noch nicht Bekanntes von den Persönlichkeiten an die Oberfläche zu holen wäre das Idealziel dieser Fahrten. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, in die Tiefe zu gehen und nachzufragen“, so Nehiba, „bei einer Autofahrt baut man eine gewisse Nähe auf. Wenn man sich gemütlich privat unterhält, vergisst man irgendwann auch die ganzen Kameras um einen herum. Vielleicht entdeckt man dadurch andere Emotionen und erlebt die Menschen aus einer anderen Perspektive. Ein persönliches Gespräch auf Augenhöhe kann lustig und tiefgründig sein – es sollte aber auf jeden Fall spannend sein.“ Dass humorige Pannen passieren können, gehört dazu. „Bei der Fahrt mit Michi Dorfmeister hat ein Saugnapf an der Scheibe nicht gehalten und die Kamera fiel auf sie drauf. Das sind die Momente, wo man dann stoppen muss und froh ist, dass ein produktionsaffiner Kollege zu Hilfe kommt.“

Fußballlegende Hans Krankl zeigt dem Sportchef, wo es lang geht
Fußballlegende Hans Krankl zeigt dem Sportchef, wo es lang geht(Bild: Matthias Heschl)

Die Anfragen von der Produktion gingen großteils auf, nur auf Dominic Thiem musste man aus zeitlichen Gründen verzichten. Die Show ist nicht zuletzt auch ein Experiment, das eine neue Farbe in die Sportberichterstattung bringen soll. Wichtig war es auch Gäste zu finden, die bereits ein bewegtes Leben hinter sich oder sonst wie viel zu erzählen haben. „In solchen Gesprächen erfährt man dann, dass ein DJ Ötzi auch beim dreihundertsten Konzert noch Zweifel hat oder Michi Dorfmeister trotz ihrer Erfolge bei der Ski-WM versagte, weil sie nicht mehr die nötige Spannung aufbrachte. Nehiba muss hingegen auf seine Multitasking-Fähigkeiten zurückgreifen. Auch wenn das Navi hilft – das Auto sicher zu bedienen, zuzuhören und die richtigen Fragen und Nachfragen zu stellen kann gleichzeitig gemacht zu einer kleinen Wissenschaft ausarten. „Eine Herausforderung im positiven Sinne. Zumal es ja nicht mein eigenes Auto ist, aber auch das haben wir gut gemeistert.“

Besondere Beziehung
Das Konzept des Fahrens und Diskutierens gefällt dem Sportchef besonders gut. „Fahrer und Beifahrer haben eine besondere Beziehung zueinander. Oft hat man Dienstreisen, wo man im Auto jemanden erst einmal richtig kennenlernt, und das kann eine echte Bewährungsprobe sein. Das gemeinsame Autofahren ist ein Richtwert für die weitere Beziehung zwischen zwei Personen.“ Mehr denn je gilt bei diesen Gesprächen, eine gewisse Empathie aufzubringen. „Es geht weniger um journalistisches Handwerk, sondern mehr um das richtige Gespür. Ich sage meinen Mitarbeitern immer, sie sind nur so gut als Moderatoren, wie die Stargast gegenüber ist. Wenn du ihn hochleben lässt und ihm ein gutes Gefühl gibst, wirst du mit ihm mitwachsen. Robert Seeger und Armin Assinger waren dafür ein sehr gutes Beispiel.“ Vielleicht passiert das jetzt auch mit Nehiba und seinen Gästen …

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