Von acht angetretenen Schülern des BRG Traun schafften sieben die Sani-Ausbildung, drei von ihnen sogar mit ausgezeichnetem Erfolg – und das im Stress zwischen Maturavorbereitung und wissenschaftlichen Arbeiten. Dennoch sind alle überzeugt: Es hat sich ausgezahlt – eine Win-Win-Situation.
„Viele unserer Absolventen sind nach der Matura zum Zivildienst in die Trauner Ortsstelle vom Roten Kreuz gegangen. Da war es für mich naheliegend, dass wir doch die Sanitäterausbildung in der Schule bringen könnten“, berichtet Philipp Hofmeister, Professor am BRG Traun und Lehrsanitäter. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz, der Bildungsdirektion OÖ und dem Land Oberösterreich wurde das Gymnasium nach der HBLW Wels die zweite Schule im Land, die diese Ausbildung für ihre Schüler anbietet.
„Es war schon anstrengend, aber durch unseren Professor hat die Organisation mit schulischen Verpflichtungen immer gut funktioniert. Es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, und ich würde es jedem empfehlen, der ein bisschen Basisinteresse an der Materie hat. Mir hat es enorm viel Sicherheit gegeben, zu wissen, was man tun muss, wenn etwas ist“, bekräftigt auch Schülerin Anja Hemetsberger (18), eine der frischgebackenen Sanis.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) ist stolz: „Die Schülerinnen und Schüler sind quasi Influencer – im besten Sinn des Wortes – für gelebte Menschlichkeit, Gesundheit und Miteinander. Sie erwerben Fähigkeiten, die direkt im Alltag anwendbar sind, und tragen gleichzeitig aktiv zum Wohl der Gesellschaft bei“, so die Landesrätin. Auch Gottfried Hirz, Präsident Rotes Kreuz OÖ, freut sich: Junge Menschen erhalten die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen, ihre Kompetenzen zu erweitern und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten“, so Hirz.
Die Ausbildung nach dem Sanitätergesetz umfasst 260 Stunden – davon 100 Stunden Theorie und mindestens 160 Stunden Praxis im Rettungsdienst. „Mit individuellem Lernen und Üben wird es aber meist noch etwas mehr, daher gebührt den Schülern großes Lob für ihr Engagement“, betont auch Michael Horopciuc, Schulqualitätsmanager der Bildungsdirektion OÖ und selbst Notfallsanitäter.
Das Konzept soll bald auf weitere Schulen ausgeweitet werden. „Jede Schule kann teilnehmen, es braucht aber einen Lehrsanitäter, der die Koordination übernimmt“, so Gottfried Hirz. Ein Wunsch bleibt derweil offen: „Laut Gesetz kann die Ausbildung erst mit 17 Jahren begonnen werden. Wenn der theoretische Teil von 16-Jährigen begonnen werden könnte, wäre es für die Schüler weniger stressig“, so der Präsident abschließend. Auch am BRG Traun hätte es dann statt der sieben mindestens 14 Interessenten gegeben – die restlichen sechs waren aber schlichtweg zu jung für die Ausbildung.
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