18 tote Zivilisten
Massive Proteste gegen US-Angriff in Pakistan
Die "Washington Post" zitierte einen US-Geheimdienstmitarbeiter mit den Worten, "das Ergebnis" des Luftangriffs stehe "noch nicht fest". Unter den Toten befanden sich Dorfbewohnern zufolge zehn Frauen und Kinder. In dem Dorf Damadola war die Lage am Sonntag, zwei Tage nach dem Angriff, gespannt. In der benachbarten Stadt Khar demonstrierten am Samstag rund 5.000 Menschen gegen die Militäraktion und setzten das Gebäude einer von den USA unterstützen Nichtregierungsorganisation in Brand.
Anti-amerikanische Parolen
In der Hauptstadt Islamabad gingen am Sonntag rund zweihundert Menschen auf die Straße und skandierten anti-amerikanische Parolen. In der Hafenstadt Karachi demonstrierten 5.000 Menschen, in Lahore, Peshawar und Multan mehrere hundert. Zu den Kundgebungen hatte die religiöse, US-feindliche Allianz Muttahida Majlis-e-Ammal aufgerufen; andere nichtreligiöse Gruppen schlossen sich an.
Das pakistanische Außenministerium bestellte US-Botschafter Crocker ein, dem eine Protestnote überreicht wurde. Informationsminister Ahmed verurteilte den Angriff als "hochgradig verdammenswert". Er bedaure zutiefst, dass bei dem Zwischenfall so viele Zivilisten ums Leben gekommen seien.
USA dementieren Angriff
Das US-Verteidigungsministerium dementierte US-Militärangriffe in dem pakistanischen Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan. Es ist allerdings bekannt, dass die CIA in der Region Jagd auf Al-Kaida- Mitglieder und Taliban-Kämpfer macht. Auf Zawahiri haben die USA ein Kopfgeld in der Höhe von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Symbolbild
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