GUTEN MORGEN

ORF im Trudeln | Nicht wegducken

ORF im Trudeln. Auch sechs Wochen nach dem offenbar erzwungenen Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann glätten sich die ORF-Wogen längst noch nicht. Ganz im Gegenteil. War zunächst Weißmann unter anderem im am vergangenen Sonntag veröffentlichten „Krone“-Interview nach dem Quasi-Freispruch der sexuellen Belästigung jener Mitarbeiterin, die ihn zu Fall gebracht hatte durch die Compliance-Kommission, in die Offensive gegangen und hatte Klagen angekündigt, wehrt sich nun diese Frau vehement. Im am Dienstag erschienenen Interview mit der „Krone“ spricht sie davon, dass sie von Weißmann sehr wohl bedrängt und sexuell belästigt wurde. Der Fall Weißmann hat den ORF erheblich ins Trudeln gebracht, vor allem die Rolle des von der Politik nominierte Spitze des Stiftungsrates wird zunehmend hinterfragt.

Nicht wegducken. Die Politik jedoch versucht sich in der Causa ORF wegzuducken – dieses Eindrucks können sich Beobachter nicht erwehren. Nun äußert sich Bundeskanzler Stocker in der „Krone“ und lässt dabei keine Zweifel, dass er mit der bisherigen Aufarbeitung der Umstände des Abgangs von Weißmann mit Quasi-Freispruch und der dennoch erfolgten Kündigung des Generaldirektors nicht zufrieden ist. Er fordert eine Aufarbeitung und sagt: „Die Vorgänge, was den ORF betrifft, besorgen mich sehr. Aufklärung und Transparenz sind notwendig.“ Das schließt wohl auch den schwer in die Kritik geratenen Stiftungsrat mit ein. Eine Prüfung der Vorgänge durch eine Kommission wie seinerzeit im Fall des damaligen niederösterreichischen ORF-Landesdirektors Robert Ziegler könnte für den Bundeskanzler ein Modell sein. Nein, wegducken kann sich weder der ORF noch die Politik.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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