Neue Chefinnen

In Graz dreht sich das Personalkarussell

Steiermark
14.04.2026 15:50

Die Gemeinderatswahl in Graz wirft ihre Schatten voraus: Mehrere Personalverfahren wurden rechtzeitig vor dem Urnengang am 28. Juni abgeschlossen. So bekommen nach Informationen der „Steirerkrone“ die Krankenfürsorgeanstalt KFA und das Sozialamt neue Chefinnen. Um das Sozialamt gab es heftiges Gerangel – die SPÖ tobt, weil ihre Kandidatin, Martina Schröck, leer ausgegangen ist.

Wie das Büro von Finanzstadtrat Manfred Eber der „Steirerkrone“ bestätigt, werden die Chefetagen des Sozialamtes und der Krankenfürsorgeanstalt KFA neu besetzt. Für die Leitung des Sozialamts sind 69 Bewerbungen eingegangen (34 Männer, 35 Frauen), acht Personen wurden zum Hearing eingeladen. Beworben hat sich mit Martina Schröck auch die rote Ex-Vizebürgermeisterin, die sich letztlich aber nicht gegen eine weitere Frau durchsetzen konnte: Mit 1. September soll Eva Christina Seiler, die bereits als Fachbereichsleiterin für Sozialarbeit, soziale Dienste und Wohnen im Sozialamt Graz tätig ist, die Funktion übernehmen.

Martina Schröck wollte auch Sozialamts-Chefin werden.
Martina Schröck wollte auch Sozialamts-Chefin werden.(Bild: HM)

Das Gerangel zwischen Sozialdemokraten und Grünen um diesen Posten soll dem Vernehmen nach durchaus heftig gewesen sein. Die SPÖ reagiert entsprechend verstimmt, dass es nicht Martina Schröck geworden ist und wirft der KPÖ „Intransparenz“ vor. Schröck sei bestgereiht gewesen, erzählt man sich auf den Rathausgängen. Dass Seiler eine langjährige Freundin der grünen Vizebürgermeisterin Judith Schwentner ist, habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, betont man in ihrem Büro: Schwentner habe sich bewusst aus dem Prozess herausgehalten.

Abgeschlossen ist mittlerweile auch das Auswahlverfahren für die KFA-Spitze, um die sich elf Männer und zwölf Frauen beworben haben: Anita Tscherne, die die Anstalt bereits seit 2024 interimistisch leitet, wird mit der Führungsfunktion betraut. Pikant: Die KFA sollte nach einem vernichtenden Rechnungshofbericht an die PVA übergeben werden, aber das Land Steiermark hat die notwendige Zustimmung nicht erteilt. Daher existiert sie weiter. 

KPÖ-Stadtrat Manfred Eber.
KPÖ-Stadtrat Manfred Eber.(Bild: Christian Jauschowetz)

Weitere Top-Posten werden besetzt
Neu besetzt werden in der Landeshauptstadt auch das Personal- und das Wohnungsamt. Für die Leitung von Ersterem sind 61 Bewerbungen eingegangen, das Hearing findet am Donnerstag statt. Für Zweiteres wird die Ausschreibung vorbereitet.

KPÖ-Personalstadtrat Manfred Eber verweist bei den Postenbesetzungen auf die Einführung der Objektivierungsrichtlinien: „Damit stellen wir sicher, dass Auswahlverfahren transparent und nachvollziehbar ablaufen – und dass nicht persönliche Beziehungen oder parteipolitische Zugehörigkeiten entscheiden, sondern Qualifikation, Erfahrung und Leistung!“

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