Das AMS Steiermark und die Wirtschaftskammer ziehen Bilanz über ein gemeinsames Programm, das bei der Unternehmensgründung unterstützt: 318 Frauen und 338 Männer machten sich im vergangenen Jahr selbstständig.
„Es gibt mir die Möglichkeit, die Zeit selbst einzuteilen und meine Karriere selbst zu lenken“, sagt Silvana Kubin. Die Grazerin hat 2024 die Projektagentur „Die Virtuelle“ gegründet und fühlt sich wohl in der Selbstständigkeit. „Wann die Arbeit passiert, ist dem Kunden egal.“
So wie Kubin wagen immer mehr Steirerinnen den Schritt in die Selbstständigkeit. 2025 waren 55 Prozent der 2943 Unternehmensgründungen weiblich. Das Unternehmengründungs-Programm, bei dem das AMS und die Wirtschaftskammer zusammenarbeiten und das sich an arbeitslose Menschen mit Wunsch nach einer Unternehmensgründung richtet, verzeichnete 2025 318 erfolgreiche Gründungen durch Frauen und 338 von Männern. „Frauen wollen ihre eigene Chefin sein“, erklärt Gabriele Lechner von Frau in der Wirtschaft die Motive. „Sie wollen es anders machen, auf ihre Art.“
Selbstständigkeit heißt nicht weniger Arbeit, aber es ist auch mit der Familie gut machbar.
Gründerin Karin Großmann-Bierbaumer
Programm gibt auch finanzielle Sicherheit
Genau das motivierte auch Jasmin Gotthardt zur Gründung des ersten frauengeführten Barber-Shops „Barbaria“ im Grazer Lendviertel. „Ich wollte weg von der Massenabfertigung und den Menschen in den Vordergrund rücken“, sagt sie. Das AMS-Programm begleitet die Gründerinnen sechs Monate lang, auch nach dem offiziellen Start gibt es noch zwei Monate lang Gründungsbeihilfe in Höhe des Arbeitslosengeldes.
Das gibt Sicherheit, wie auch Karin Großmann-Bierbaumer weiß. Sie leitet seit August 2025 einen Meisterbetrieb für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung. „Selbstständigkeit heißt nicht weniger Arbeit, aber es ist auch mit der Familie gut machbar“, sagt sie.
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