Als Mitte des 19. Jahrhunderts in England die erste Kinderwagen-Fabrik entstand, war der Siegeszug dieses besonderen Fahrzeugs nicht mehr aufzuhalten. Ein Blick in Familienarchive von „Krone“-Lesern und in die Geschichte des Kinderwagens.
Können Sie sich noch an ihren eigenen Kinderwagen erinnern? Viele Leute können das, weil es in den meisten Familienalben Bilder von der ersten Limousine gibt, mit der der Nachwuchs durch die kleine Welt der Kindheit kutschiert wurde.
Viele „Krone“-Leser haben uns in den vergangenen Wochen wunderbare Aufnahmen vom fahrenden Glück aus Kindertagen geschickt. Entzückende Bilder von lachenden Babys, von Sonntagsausflügen im Frühling und dem Mittagsschlaf unter dem großen Apfelbaum im Garten.
Vom Stubenwagen bis zu Modellen von Autofirmen
Die Geschichte des Kinderwagens in heutiger Form beginnt im 19. Jahrhundert. Der Stubenwagen mit Kinderkörbchen bekam große Räder verpasst und war so für die Straße gerüstet. Ab den 1920er Jahren wurden die Räder wieder kleiner und das Gestell aus Stahl gefertigt. Plötzlich mischten auch Autofirmen beim Design mit. So wiesen Kinderwagen der 1950er Jahre oftmals Zierleisten und geschwungene Kotflügel auf. Bei der Optik waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Später rückten Funktionalität und Sicherheit in den Mittelpunkt. Doch Luxus-Varianten gab und gibt es immer wieder. So entwarf etwa im Jahr 2025 der Autohersteller Lamborghini für die Kinderwagenfirma Silver Cross ein Modell im Lamborghini-Style. Nur 500 Stück wurden vom exklusiven Objekt produziert. Da versteht es sich von selbst, dass der kolportierte Kaufpreis von 4700 Euro nichts für schmale Geldtaschen ist.
Über die Ästhetik des Lamborghini unter den Kinderwagen lässt sich streiten. Für Nostalgiker kommt er nicht an die detailverliebten Modelle aus längst vergangenen Jahrzehnten heran. Kein Wunder, dass so mancher historische Kinderwagen als Erbstück bis heute von Generation zu Generation weitergereicht wird.
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