„Panem et circenses“ (Brot und Spiele) ist ein geflügeltes Wort aus der römischen Antike. Am Freitag wird dieses am Rettenbachferner Realität. Zum 25. Mal überquert Hannibal mit seinen Elefanten die Alpen.
Am kommenden Freitag ist es wieder so weit: Hannibal überquert mit Einbruch der Dunkelheit erneut die Alpen – und zwar am Rettenbachferner in Sölden. Mit den Worten „1000 Jahre vor Christi Geburt“ wird um exakt 19.49 Uhr Harald Krassnitzer dieses weltweit einzigartige Schauspiel wieder einleiten – heuer im 25. Jahr.
Das orchestrierte Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technik, von Text, Ton, Bild und deren großräumiger Bewegung hat sein eigenes Medium: den Gletscher.
Regisseur Hubert Lepka
Das Abenteuer Hannibal begann bekanntlich zur Jahrtausendwende, als Ernst Lorenzi und Hubert Lepka am Rettenbachgletscher das Schauspiel für Sölden erdachten. Sie präsentierten es Hans und Jack Falkner sowie Dietrich Mateschitz. Die visionären Denker vertrauten der Idee und unterstützten sie von Anbeginn durch ihre Begeisterung und alle nötigen Ressourcen. 25 Jahre später ist die Bedeutung des Theaterwerks klar: Es handelt vom Mut zum Unvorstellbaren. Im April 2001 gelang schließlich mit rund 500 Beteiligten aus dem Ötztal, aus der nationalen und internationalen Kultur- und Sportwelt – eine gefeierte Premiere.
Pioniergeist trifft auf Geschichte und Natur
„Das Ötztal ist seit jeher ein Ort, an dem Geschichte, Natur und menschlicher Pioniergeist aufeinandertreffen. Hier, inmitten der majestätischen Bergwelt, wird die Vergangenheit lebendig und zugleich der Blick in die Zukunft geschärft. Für uns als Bergbahnen war und ist es immer eine besondere Freude und Ehre, Gastgeber dieses eindrucksvollen Spektakels zu sein.
Wo im Winter die Skifahrer ihre Spuren ziehen, verwandelt sich die hochalpine Landschaft im Frühjahr zur Bühne einer Erzählung, die seit mehr als 2000 Jahren die Fantasie der Menschen beflügelt. Der Mut und die Entschlossenheit Hannibals erinnern uns daran, dass große Visionen mit Entschlossenheit und Zusammenarbeit Wirklichkeit werden können“, sagt Gastgeber Jack Falkner.
Am Anfang stand der Mut zum Unvorstellbaren
Hannibal, das Gletscherschauspiel, ist eine ortsspezifische Performance über Leben und Wirken des Karthagers und spielt im Grenzbereich des Rettenbachtales zwischen Skistadion und hochalpinem Gletscher auf 3000 Meter Seehöhe. Vor 25 Jahren stand der Mut zum Unvorstellbaren: 2001 wurde Hannibal Wirklichkeit und zu einem modernen Volkstheater des Ötztales. Das zugrunde liegende, sekundengenaue Storyboard mit der Stimme von Harald Krassnitzer blieb dabei immer gleich.
Die Musik ist für diese Landschaft komponiert, der Bühnenraum ist von Mensch und Natur gemeinsam gestaltet.
Regisseur Hubert Lepka
Was sich veränderte, sind die Beziehungen zwischen Generationen von Fahrern, Darstellerinnen, Piloten, Skilegenden und Technikern, die zu einer innigen Freundschaft wurden. Manch ein junger Hannibal wie Fabio Gstrein ist heute Olympiamedaillengewinner, manch ein alter Bergführer traurigerweise verstorben. Von all dem unbeeinflusst verändert sich die Natur unentwegt. Sie spielt im performativen Konzept mit, wie Wetter und Weltgeschehen.
Zusammenspiel von Mensch, Natur, Technik und mehr
Regisseur Hubert Lepka fasst es so zusammen: „Das orchestrierte Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technik, von Text, Ton, Bild und deren großräumiger Bewegung hat sein eigenes Medium: den Gletscher. Die Musik ist für diese Landschaft komponiert, der Bühnenraum ist von Mensch und Natur gemeinsam gestaltet: Schnee und Licht, Fels und Eis, Himmel und Seilbahnen. Ein Spannungsfeld, das in einem erschlossenen Skigebiet umso bedeutender ist, als das Projekt einen ästhetischen Mehrwert aus den quasi vorgegebenen, technischen Mitteln – Seilbahnen, Ski, Gleitschirme, Pistenbullys, Skidoos, Luftfahrzeuge – hervorbringt.“
Alle Infos: www.soelden.com/hannibal
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