Spektakel am Gletscher

Hannibal und die vielen „Krieger“ im Hintergrund

Tirol
05.04.2026 21:00

Wenn am kommenden Freitag, 10. April, der karthagische Kriegsherr wieder die Alpen überquert, ist er bei Weitem nicht alleine. Ihm folgen 500 Darsteller – und viele kommen aus Tirol.

Mit dem Einbruch der Dämmerung wird am Freitag, 10. April, am Rettenbachferner in Sölden Hannibal wieder zur Höchstform auflaufen und dort die Alpen überqueren. Tausende Zuschauer sind hautnah bei einem gewaltigen Schauspiel dabei.

Die Geschichte ist 25 Jahre nach der Erstaufführung bekannt: Nach einem Prolog, um Dido und Aeneas, um die Gründung Roms, die Tausende Jahre vor der Geburt des Feldherrn beginnt, steigt Hannibal schließlich selbst in den Ring. Zu sehen ist die Alpenüberquerung des Karthagers mit 60.000 Mann und 37 Elefanten. Ganz so viele Schauspieler sind es zwar nicht, doch die Inszenierung hat es in sich.

Hubschrauber, Flugzeuge, Skidoos und Motocrosser
Die 60.000 Soldaten von damals sind heute Skifahrer, Tänzer, Skidoo- und Motocrossfahrer, die Elefanten sind Pistenbullys; und Unterstützung bekommt der karthagische Feldherr 2026 auch aus der Luft: von Paragleitern, Flugzeugen der Flying Bulls und der Agusta Bell 212, einem Bundesheer-Hubschrauber. Gespickt ist das – mit der markanten Stimme von Harald Krassnitzer erzählte – Werk mit bekannten Sagern wie „Harry, fahr doch mal den Wagen vor“ (aus der Krimireihe Derrick).

Die Motocrosser aus dem Mittelgebirge unter der Leitung von Bernd Hupfauf sorgen für ...
Die Motocrosser aus dem Mittelgebirge unter der Leitung von Bernd Hupfauf sorgen für eindrucksvolle Stunts im Ötztal.(Bild: Hannibal Sölden)

Pokémon-Karten werden zur Motivation unter den Soldaten verteilt, auch die zwei italienischen Fußballlegenden Maldini und Simeone müssen im Kampf um Rom einlaufen. Und „Breaking News“ sowie TV-Duelle inklusive nacktem Hintern, übertragen von Karthago TV, dürfen in Zeiten wie diesen selbstverständlich auch nicht fehlen.

Schnee-Elefanten und die Affen von Gibraltar
Doch zurück zu den Darstellern. Das rund 500 Personen umfassende Ensemble ist natürlich international, wie Regisseur Hubert Lepka der „Krone“ verrät. Aber auch heuer sind wieder zahlreiche Tirolerinnen und Tiroler mit dabei. Wie zum Beispiel die Motocrosser aus dem Mittelgebirge um Bernd Hupfauf, die Skidoofahrer aus Imst und Umgebung mit Willi Schmid an der Spitze. „Die Glider der himmlischen Abteilung rund um Hannibals Traum kommen aus dem Ziller-, Stubai- und Ötztal sowie vom Arlberg unter der Leitung von Daniel Kofler und Flugleiter Hans Huemer“, weiß Organisator Ernst Lorenzi.

Und den Großteil der Skifahrer stellen die Skischulen Sölden und Team Gurgl mit Unterstützung des Skigymnasiums Stams sowie Skifahrern aus ganz Tirol. Mit dem Propeller am Rücken ist Skicross-Weltcupsieger Isi Grüner unterwegs, mit den Pistenbullys die Mitarbeiter der Bergbahnen Sölden und mit dem ferngesteuerten Mini-Hubschrauber Günther Gold aus Haiming. Ein wichtiger Bestandteil sind auch die vielen Bergführer aus dem Ötztal, welche die Affen in Gibraltar darstellen.

Um die Bauten (Pyramide, Elefanten) kümmern sich ebenfalls die Bergbahnen Sölden – zusammen mit dem Schneekünstler Christian Schmid aus Niederthai. Und den jungen Hannibal spielt heuer bereits zum zweiten Mal Daniel Leiter aus Sölden. So wie vor ihm Vize-Olympiasieger Fabio Gstrein.

Alle Informationen unter: www.soelden.com

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