Austria Lustenau musste bei den Young Violets mit dem 1:3 die fünfte Saisonniederlage einstecken, erlitt damit einen Dämpfer im Kampf um Titel und Bundesligaaufstieg. Bei den jungen Veilchen blieb die Mader-Truppe sehr blass, der unrühmliche Höhepunkt war die Rote Karte für Seydou Diarra.
Einfach unerklärlich, wie sich die Austria bei den Young Violets in Wien präsentierte. Warum sich eine Mannschaft, die aufsteigen will und als Tabellenführer in die Bundeshauptstadt reiste, derartig gehen lässt, bleibt ein ewiges Kabinengeheimnis. Es hatte aus Lustenauer Sicht den Anschein, als würde es sich um ein Freundschaftsspiel handeln. Dazu kam auch noch die Planlosigkeit auf dem Feld. Bevor das Spiel eigentlich so richtig begonnen hatte, lag die Austria bereits mit 0:1 hinten. Hasan Deshishku, Mitglied des U17-Vizeweltmeisterteams, traf nach 31 Sekunden zur Führung für die Hausherren. Die Austria befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im kollektiven Schlaf.
Die diesmal völlig indisponierte Lustenauer Abwehr hatte dem schnellen Spiel der jungen Veilchen in der Folge nichts entgegenzusetzen. Auch wenn es mit Philip Hosiner ein „alter Fuchs“ war, der nach neun Minuten zum 2:0 traf. Die Partie war damit praktisch entschieden, zumal auf dem Platz eine Reaktion der Lustenauer völlig ausblieb. Von einem Aufbäumen oder Kampf war nichts zu sehen, auch ein Wechsel (William für Gorzel) und ein Umstellen auf eine Dreierabwehr brachte nichts. Vielleicht hatte auch das 1:1 gegen die Admira zu viel Substanz gekostet.
Trainer Markus Mader probierte es nach der Pause mit zwei weiteren neuen Kräften, doch bis auf eine optische Überlegenheit änderte sich am Spielgeschehen nichts. Ballfehler, schlampige Pässe, wenig Durchsetzungsvermögen prägte den Spielstil der Gäste, die es nicht schafften, vor dem Tor auch nur den Ansatz einer Gefahr auszustrahlen. Es grenzt schon fast an Wunder, dass die Lustenauer mit diesem harmlosen Sturm überhaupt um den Aufstieg mitspielen.
Viel kaltschnäuziger agierten da die Violetten, die nach rund einer Stunde durch Romeo Mörth den Deckel draufmachten. Der Mader-Elf gelangen hingegen über das gesamte Spiel überhaupt nur zwei Schüsse aufs Tor. Bei einem traf der eingewechselte Haris Ismailbecogliu (80.) aus der Distanz zum Ehrentreffer, der aber keinen Umschwung mehr brachte. Die Rote Karte für Seydou Diarra war der unrühmliche Schlusspunkt aus Lustenauer Sicht.
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