Sportchef Muhr

„Meine Aufgabe ist, die Admira-DNA zu erhalten“

2. Liga
17.05.2026 09:00

Absturz abgewendet! Die Admira blickt nach einer enttäuschenden Zweitliga-Saison mit einem neuen Partner optimistisch in die Zukunft. Sportchef Ralf Muhr stand der „Krone“ Rede und Antwort, verriet, dass in Zukunft wieder auf den eigenen „Stall“ gesetzt werden wird und die Trainerfrage noch offen ist...

„Wir gewinnen mit Martin Dellenbach einen Visionär dazu!“ Admira-Sportchef Ralf Muhr ist vom Neo-Investor, dem Gründer der Schweizer DSM AG, begeistert. Der Unternehmer mischt mit seiner Sportmanagement- und Fußballentwicklungsplattform auch beim tschechischen Topteam Viktoria Pilsen sowie Bundesligist Hartberg mit – und soll nun in der Südstadt ebenfalls für frischen Wind sorgen. Wortwörtlich.

Ralf Muhr möchte wieder auf die Youngsters setzen.
Ralf Muhr möchte wieder auf die Youngsters setzen.(Bild: Ralf Muhr)

Schlechte Erinnerungen geweckt
„Die Entwicklung der Youngsters steht im Vordergrund.“ Ein Modell, das Erinnerungen weckt. Schlechte. Auch die FC32-Group wollte in St. Pölten junge Spieler ausbilden, um sie dann teuer zu verkaufen. Funktionierte mit Harakate (GAK) und Mbuyi (Rapid) zunächst gut. Ehe der Gönner „krachen“ ging. Wobei: Das wäre die Admira wohl auch ohne Dellenbach. Muhr: „Ich habe nach den Gesprächen ein gutes Gefühl. Er verfolgt eine sehr konsequente Arbeitsweise. Die Jungen bekommen jetzt die Bühne, müssen diese aber auch nutzen.“ 

Youngster Ristanic (li.) soll unbedingt gehalten werden.
Youngster Ristanic (li.) soll unbedingt gehalten werden.(Bild: GEPA)

„Spannende Zeit wartet“
21 Kicker haben einen Vertrag für die neue Saison. Haudum, Alar, Horvat und Holzmann sind Geschichte. Mit den Youngsters Ajanovic, Ristanic und Feiner ist man in Gesprächen. „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine stellen. Es warten spannende Zeiten auf unseren Verein.“

Muhr bremst Erwartungen
Die Ziele bleiben bescheiden. Aufstieg oder nichts – das war gestern. „Es hängt viel vom Sommer-Transferfenster ab. Natürlich wollen wir das maximal Mögliche herausholen.“ Das wäre ja eigentlich der Aufstieg. Muhr bremst aber: „Wir gehen jetzt in unsere fünfte Zweitliga-Saison. Das alles hinterließ auch große wirtschaftliche Spuren. Deswegen posaunen wir keine Ziele hinaus.“

Trainer Suchard erreichte in der Südstadt nicht sein vollstes Potenzial.
Trainer Suchard erreichte in der Südstadt nicht sein vollstes Potenzial.(Bild: GEPA)

Noch Luft nach oben
Fragt sich nur, wer die Rohdiamanten in Zukunft schleifen wird. „Erster Ansprechpartner bleibt Harald Suchard.“ Der bereits bei den Young Violets bewiesen hat, dass er die Youngsters auf Kurs bringen kann, bei der Admira aber noch (viel) Luft nach oben hatte. Was die Fans von Präsident Christian Tschida halten, konnte man beim Saisonabschluss gegen den FAC hören.

Wie sehen sie den Verbleib des Sportchefs, der ebenfalls sein Fett mehrmals abbekam? „Sehr positiv! Viele waren froh, dass ich bleibe“, so Muhr. „Ich habe jetzt eine echte Challenge vor mir, bin quasi die Schnittstelle. Meine große Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Admira-DNA erhalten bleibt.“

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