Rettungsaktion im Iran

Militärkrimi: US-Soldat schwer verletzt in Kuwait

Außenpolitik
05.04.2026 23:31

Zu dem US-Soldaten, der nach dem Niedergang eines Kampfjets im Iran erfolgreich als erster gerettet werden konnte, gibt es neue Details. Er überlebte per Schleudersitz, war ein hochranginger Oberst und erfahrener Soldat. Einige Details zum Abschuss, zur Rettung und möglichen Schäden bleiben aber noch unklar – über die will Donald Trump am Montag selbst aufklären.

Trump beschreibt die Rettung des vermissten Soldaten im Iran wie Szenen aus einem Hollywoodfilm. Er kündigte in einem Social-Media-Beitrag am Sonntag an, in einer Pressekonferenz am Montagabend unserer Zeit über „eine der waghalsigsten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der USA“ zu sprechen.

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets am 3. April im Iran spielte sich tatsächlich ein Militärkrimi ab: Einer der beiden Insassen des F-15E-Jets wurde rasch gerettet, der andere zunächst vermisst, was eine groß angelegte Suchaktion der US‑Streitkräfte auslöste. Währenddessen forderten iranische Stellen die Bevölkerung auf, den „Feindpiloten“ zu finden und lobten dafür ein Kopfgeld aus. Schließlich gelang es den US‑Spezialkräften, auch den zweiten, verletzten Piloten in einer riskanten Mission aus dem iranischen Gelände zu bergen und in Sicherheit zu bringen

„Hochgeachter Colonel“ in ärztlicher Versorgung
Der gerettete Soldat befindet sich laut der „New York Times“ in medizinischer Behandlung und sei schwer verletzt. Trump äußerte sich optimistisch, dass er sich vollständig erholen werde. Der Mann war als Waffensystemoffizier in der abgeschossenen F-15E im Einsatz, saß also hinter dem Piloten im Cockpit und war verantwortlich für die Zielgenauigkeit der Bomben. Laut Trump handelt es sich um einen „hochgeachteten Colonel“ mit langjähriger Erfahrung.

Teile des abgeschossenen F-15E-Kampfjets.
Teile des abgeschossenen F-15E-Kampfjets.(Bild: OSINT, Krone KREATIV)

Sowohl er als auch der Pilot konnten sich per Schleudersitz aus dem abstürzenden Flugzeug retten. Über 24 Stunden soll sich der Soldat in felsigem Gelände im Südwesten Irans versteckt haben, um einer Gefangennahme zu entgehen. „Fox News“ berichtet, dass er speziell für solche Krisensituationen ausgebildet sei. Laut dem Portal „Axios“ wurde das Flugzeug von einem tragbaren Raketenwerfer getroffen.

„Es klang wie etwas, das ein Muslim sagen würde“
Der Soldat wurde auf einem provisorischen Landefeld tief in iranischem Gebiet geborgen, wobei aber zwei beschädigte Transportflugzeuge zurückgelassen und zerstört werden mussten, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fallen, berichtet die „New York Times“. Der Iran bezeichnete die Operation als „Fehlschlag“ und behauptet, zwei Black-Hawk-Hubschrauber, ein C-130-Transportflugzeug sowie Drohnen beschossen und zerstört zu haben – eine Darstellung, die der US-Version widerspricht.

Laut „Axios“ hatten die USA zunächst Sorge vor einer Falle, als der Soldat im Funkgerät etwas sagte, „das wie etwas klang, das ein Muslim sagen würde“, so Trump.

Trotz des erfolgreichen Einsatzes bleiben Fragen offen, etwa zu den Risiken für den zweiten Piloten während der Rettungsaktion und der möglichen Hilfe lokaler Unterstützer, da der Jet in einer regierungsfeindlichen Region abstürzte. Brisant ist zudem, dass am selben Tag ein weiteres US-Kampfflugzeug, offenbar eine A-10, von iranischen Streitkräften abgeschossen wurde. Ein US-Beamter bestätigte den Vorfall anonym, machte aber keine Angaben zu Hergang oder Besatzungszustand, Trump äußerte sich nicht dazu.

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